Mit der am gestrigen Mittwoch zunächst medial durchgesickerten und wenige Stunden später dann auch offiziell bestätigten Vertragsverlängerung mit Felix Nmecha ist Borussia Dortmund fraglos ein Coup gelungen. Ganz ohne Zugeständnisse konnte der BVB den zuletzt insbesondere mit Klubs aus der Premier League in Verbindung gebrachten Nationalspieler indes nicht von einer erneuten Unterschrift in Dortmund überzeugen.
Im Vergleich zu seinem bisherigen, bis Juni 2028 datierten Arbeitspapier, bezieht Nmecha nun ein deutlich höheres Gehalt. Nach Informationen der BILD steigt der 25-Jährige – freilich nur passend zu seinem sportlichen Stellenwert – in die Riege der Top-Verdiener auf und soll künftig ein verdoppeltes Salär im Bereich von zehn Millionen Euro pro Jahr beziehen.
Dass Nmecha tatsächlich bis 2030 das schwarz-gelbe Trikot tragen wird, ist mit der Verlängerung zwar nicht unwahrscheinlicher geworden, aber auch keineswegs sicher. Denn das neue Vertragswerk enthält eine gestaffelte Ausstiegsklausel, die erstmals im Sommer 2027 gezogen werden könnte. Dann müsste ein anderer Klub tief in die Tasche greifen und für eine Verpflichtung Nmechas 80 Millionen Euro auf den Tisch legen. 2028 soll die festgeschriebene Ablöse dann noch bei 70 Millionen Euro liegen.
Ein Erfolg für Sebastian Kehl
Obwohl die Verlängerung mit Nmecha für den BVB inklusive eines vermutlich fällig gewordenen Signing Fees nicht billig war und ein Abschied in eineinhalb Jahren nicht ausgeschlossen werden kann, ist die Personalie dennoch ein sehr großer Erfolg für die Verantwortlichen um Sportdirektor Sebastian Kehl.

Denn schon vor der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada, die Nmecha als Bühne nutzen und seinen Marktwert nochmal vergrößern könnte, kann der BVB sicher für die nächste Saison mit dem Schlüsselspieler planen. Und sollte Nmecha dann ein Jahr später doch dem Lockruf der Premier League erliegen, würde die Borussia finanziell ordentlich entschädigt. Ohne eine Verlängerung hätte der BVB im Sommer 2027 keine gute Verhandlungsposition mehr gehabt und kaum eine optimale Ablöse erzielen können.
