BVB in der Einzelkritik: Bensebaini überragt, Albert mit Profi-Debüt

Nach dem souveränen 4:0-Erfolg gegen den SC Freiburg ist Borussia Dortmund die Teilnahme an der Champions League nicht mehr zu nehmen. Die BVB-Profis in der BVBWLD-Einzelkritik.

Gregor Kobel: Besaß wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. War in der Nachspielzeit im Eins-gegen-eins-Duell mit Irié hellwach und verhinderte das 1:4. Note: 2,5.

Waldemar Anton: Fleißige Vorstellung in der Dreierkette. Er war mit 99 Ballkontakten der Dreh- und Angelpunkt im Dortmunder Spielaufbau. Spulte sein Pensum souverän und routiniert ab. Gewann aber nur sechs seiner zehn Zweikämpfe. Note: 2,5.

Nico Schlotterbeck: Wie auch Anton mit eher durchwachsener Zweikampfquote. Dafür fanden neun seiner Pässe einen Mitspieler. Note: 3.

Ramy Bensebaini: Grandioser Auftritt des heute in der Innenverteidigung aufgebotenen Algeriers. Steuerte Treffer und Torvorlage zum Sieg bei. Bestritt 16 Zweikämpfe, von denen er 75 Prozent für sich entschied. Obendrein auch noch passsicher. Note: 1.

Julian Ryerson: Starker Auftritt des Norwegers: Ryerson machte über rechts ordentlich Dampf und leitete zahlreiche Angriffe ein. Sein Highlight war die Vorarbeit zum 3:0, bei der er die Ecke maßgerecht für Bensebaini servierte. Note: 2.

Marcel Sabitzer: Routinierter Auftritt. Mit gewohnter Bissigkeit eroberte er im Mittelfeldzentrum zahlreiche Bälle. Das 2:0 geht zu großen Teilen auf sein Konto, da er die Situation blitzschnell erfasste und den entscheidenden Konter ins Rollen brachte. Note: 3.

Jobe Bellingham (bis zur 88. Minute): Überzeugte als Taktgeber: Er holte sich die Bälle tief in der eigenen Hälfte ab und initiierte mit viel Übersicht die Angriffe. Fast hätte sich der Sommer-Einkauf selbst belohnt, doch sein Solo-Vorstoß nach gut 30 Minuten endete in einem abgefälschten Schuss, der knapp das Ziel verfehlte. Überragende Passquote von 96 Prozent. Note: 1,5.

Beier stark auf links

Maximilian Beier (bis zur 88. Minute): Zeichnete sich auf ungewohnter Position als linker Schienenspieler aus. Netzte früh zur Führung ein, dann bereitete er den zweiten Treffer gedankenschnell vor. Zeigte eine extrem laufstarke und gallige Vorstellung. Er arbeitete diszipliniert nach hinten mit und sorgte mit seinen Tiefenläufen nach vorne für ständige Unruhe. Note: 1,5.

Julian Brandt (bis zur 83. Minute): Sicher am Ball und voller guter Ideen zog er im ersten Durchgang die Fäden im Mittelfeld. Das Highlight: Seine butterweiche Flanke auf Guirassy, die direkt zum zweiten Dortmunder Tor führte. Note: 2,5.

Julian Ryerson
Foto: Getty Images

Samuele Inácio (bis zur 74. Minute): Licht und Schatten beim Startelf-Debütanten: Während er das 2:0 mit einer klugen Verlagerung auf den Flügel einleitete, mangelte es ihm defensiv teils an Beherrschung. Nach einem harten Einsteigen gegen Eggestein durfte er sich glücklich schätzen, die erste Hälfte ohne Gelbe Karte zu beenden. Note: 3.

Serhou Guirassy (bis zur 84. Minute): Sorgte nach einer knappen Viertelstunde für das beruhigende 2:0. Während er sich in Durchgang eins sehr umtriebig zeigte, tauchte er in der zweiten Hälfte zunehmend ab. Note: 3,5.

Einwechselspieler:

Fábio Silva (ab der 84. Minute): Erhält ein Extra-Lob für seinen schönen Treffer zum 4:0. Note: 2,5.

Daniel Svensson (ab der 74. Minute), Carney Chukwuemeka (ab der 84. Minute), Salih Özcan, Mathis Albert (84. Minute): Albert stand erstmals bei den Profis auf dem Rasen. Das Quartett erhält aufgrund kurzer Spielzeit keine Bewertung.

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