Stimmen zum 3:2 gegen den HSV: „Das war Arbeit, aber auch Spektakel“

Lange sah es für Borussia Dortmund nach einem gebrauchten Samstagabend aus, ehe das Heimspiel gegen den Hamburger SV im zweiten Durchgang nach einem 0:2-Rückstand doch noch mit 3:2 gewonnen wurde. Spieler und Verantwortliche freuten sich anschließend natürlich über die geschaffte Wende, ließen aber auch die ersten 45 Minuten nicht unerwähnt.

„In der ersten Halbzeit konnte man nur enttäuscht und ein Stück weit sauer sein. Die beiden Gegentore waren eigentlich sinnbildlich für unsere Leistung. Wir hatten nicht die Intensität in den Zweikämpfen, dafür viele technische Unsauberkeiten“, übte Geschäftsführer Lars Ricken auf der Vereinshomepage Kritik, hob dann aber auch die starke Reaktion im Zusammenspiel mit dem Publikum hervor: „Nach dem 1:2 ist das Stadion explodiert, dann war der Glaube wieder da. Das war Arbeit, aber auch Spektakel. Das ganze Stadion hat zusammengehalten, und die Mannschaft hat Charakter gezeigt.“

Gregor Kobel sah unterdessen in den Einwechslungen von Ramy Bensebaini und Serhou Guirassy, die letztlich auch für die drei Tore verantwortlich zeichneten, den Gamechanger: „Die Jungs, die reingekommen sind, haben einen Top-Job gemacht. Die ganze Intensität und der Fokus der gesamten Mannschaft haben sich geändert“, so der Schlussmann, der nach der Pause eine insgesamt deutlich verbesserte BVB-Elf sah: „Wir haben Hamburg in der zweiten Halbzeit komplett hinten eingeschnürt. Sie haben gar keine Chance mehr gehabt, herauszukommen, weil wir einfach einen guten Speed hatten, eine gute Physis. Es war eine sehr gute Leistung in der zweiten Halbzeit. Ein mega Spiel, wirklich cool.“

Kovac lobt die Energie des Stadions

Niko Kovac machte kein Geheimnis aus seiner Unzufriedenheit mit der Vorstellung vor der Pause und daraus, dass die Halbzeitwechsel eine Reaktion darauf waren: „Der HSV hat in der ersten Halbzeit sehr viel richtig gemacht, hat sehr intensiv verteidigt. Wir haben da definitiv viel zu langsam gespielt und es nicht geschafft, Überzahlsituationen herzustellen. Deswegen haben wir in der Halbzeitpause auch einiges angesprochen und mit den zwei Wechseln einiges bewirkt.“

Niko Kovac
Foto: IMAGO

Auch Kovac führte für die Steigerung nach dem Seitenwechsel die Fans als Faktor an, lobte aber auch seine Mannschaft für ein ganz anderes Auftreten: „In der zweiten Halbzeit hat dieses Stadion eine Energie gezeigt, die uns hilft. Die Art und Weise, wie wir es in der zweiten Halbzeit gemacht haben, hat mir gefallen; das hätte ich mir von der ersten Minute an gewünscht. Und dann hat der Signal Iduna Park sein Übriges getan.“

Unter dem Strich war der BVB-Coach somit zufrieden, ließ aber auch gleich durchblicken, die Spannung hochhalten zu wollen: „Wir sind trotz der drei Elfmeter verdient als Sieger vom Platz gegangen und werden nach der Länderspielpause hoffentlich weiterhin die Punkte sammeln, die wir brauchen.“

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