Borussia Dortmund kämpft um die Zukunft von Nico Schlotterbeck. Doch widersprüchliche Medienberichte sorgen beim BVB intern für „Verwunderung“.
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund bleibt weiter ungeklärt – und sorgt aktuell sogar für unterschiedliche Darstellungen in den Medien. Während die BILD bereits von einem Durchbruch berichtet, zeichnen Sport1 und die WAZ ein deutlich vorsichtigeres Bild.
So soll laut Sport1 intern beim BVB sogar „Verwunderung“ über die optimistische Meldung der BILD herrschen. Diese hatte geschrieben, die Vertragsverlängerung des Nationalspielers befinde sich nach entscheidenden Fortschritten bereits auf der Zielgeraden.
Doch davon kann offenbar noch keine Rede sein. Wie die WAZ berichtet, gibt es weiterhin keinen finalen Durchbruch in den Gesprächen. Schlotterbeck habe dem Klub bislang keine Zusage gegeben, auch während der laufenden Länderspielpause sei nicht mit einer Entscheidung zu rechnen. In dieselbe Richtung argumentiert auch Sport1, wo es heißt, eine schnelle Einigung sei aktuell nicht in Sicht. Ganz ohne positive Entwicklungen ist die Situation allerdings nicht. Laut WAZ haben sich die Signale zwischen beiden Seiten zuletzt verbessert, die Dortmunder Führung zeigt sich inzwischen „vorsichtig optimistisch“.
Neuer BVB-Sportdirektor Book mischt im Schlotterbeck-Poker mit
Neue Impulse könnten bald folgen: Nach den Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Dann wird auch der neue Sportdirektor Ole Book offiziell im Amt sein und laut Sport1 direkt in die Verhandlungen eingebunden.

Klar ist zudem, welche Dimensionen ein möglicher Deal mit Schlotterbeck annehmen könnte. Im Raum steht ein Vertrag bis 2031 mit einem Gehalt von bis zu 14 Millionen Euro jährlich. Zusätzlich wäre wohl eine Ausstiegsklausel enthalten, die ab 2027 greift und einen Wechsel für 60 Millionen Euro ermöglicht.
Ungeachtet der offenen Fragen zeigt sich BVB-Berater Matthias Sammer überzeugt vom Verbleib des Abwehrchefs. In einer Talkrunde erklärte er: „Ich bin überzeugt, aber nicht mit Wissen, sondern ich hau das einfach mal heraus …“. Fest steht: Zwischen medialem Durchbruch und tatsächlicher Einigung liegt aktuell noch ein Stück Weg – und genau das sorgt in Dortmund derzeit für Verwunderung.

