Presseschau VfB Stuttgart – BVB: „Starke Defensive, offensiv lange gar nichts“

Das 2:0 des BVB über den VfB Stuttgart im Topspiel der Bundesliga sorgt allgemein für Verwunderung in der Presse. Wie konnte Borussia Dortmund dieses Spiel gewinnen, nachdem man bis zur 90. Minute keinen einzigen Torschuss zu verzeichnen hatte? Die unterschiedlichen Erklärungen – und Beschreibungen der Partie – liest man hier.

„Zahnlos, träge, erfolgreich“ fasst der Spiegel den „biederen Auftritt“ in der MHP-Arena zusammen. „Uninspiriert“ sei dies lange gewesen, bis zur 90. Minute nur „Magerkost“. Noch nicht einmal einen Arbeitssieg könne man dies nennen, denn der BVB habe ja nichts fürs Spiel getan. Andererseits sei die VfB-Offensive weitgehend kaltgestellt worden, insbesondere Deniz Undav von Nico Schlotterbeck – weshalb es auch kaum nennenswerte Spielszenen zu schildern gäbe. Die Vizemeisterschaft sei dem BVB nun kaum noch zu nehmen.

Tonangebend sei der VfB Stuttgart durchaus gewesen, findet hingegen die Welt. Von Anfang an hätten die Schwaben das Geschehen bestimmt, taten sich dabei aber schwer, für Offensivgefahr zu sorgen. Wenn Waldemar Anton an den Ball kam, wurde der Ex-VfBler ausgepfiffen, was ebenso wenig Punkte für die Gastgeber ermöglichte, wie der Umstand, dass von der BVB-Offensive bis auf die beiden späten Tore „so gut wie gar nichts zu sehen“ gewesen war.

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Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH

BVB-Defensive gegen VfB „fehlerlos“

Trotz „klarer Überlegenheit“ habe sich der VfB der Borussia geschlagen geben müssen, konstatiert auch die FAZ. Dabei habe der BVB über 90 Minuten kaum am Spiel teilgenommen, einzig durch eine stabile Defensive. Der VfB habe phasenweise „enorm Druck“ gemacht, doch die letzte Entschlossenheit im Abschluss habe gefehlt. Nach der Pause gestaltete der BVB die Partie zwar etwas offener, insgesamt hatte er aber bis zu den Toren „schwer enttäuscht“.

Etwas anders zäumt die Sportschau ihren Report auf. Demnach habe der BVB nämlich eine „starke Defensive“ präsentiert, was Adeyemi und Brandt am Ende noch veredelten. Trotzdem oder gerade deswegen: „Für neutrale Zuschauer war es ein Spiel zum Vergessen.“ 70 Prozent Ballbesitz gereichten dem VfB in Halbzeit 1 zu lediglich 0,5 xG, beim BVB waren es gar nur 0,12. Und es kam noch schlimmer: „Nach der Pause passiert noch weniger“. Dem VfB fehlte das Tempo, der BVB blieb fehlerlos. Die beiden Tore hätten allerdings eigentlich nicht mehr fallen dürfen: Nach einer ereignislosen zweiten Hälfte habe es keinen Grund für fünf Minuten Nachspielzeit gegeben.

Ähnlich beschreibt der kicker die zweite Hälfte: „Bis in die Schlussphase passierte deshalb gefühlt rein gar nichts, was auch als Kompliment für beide Defensivreihen verstanden werden durfte.“ Logische Folge hätte eigentlich ein 0:0 sein müssen. Doch durch ihr kurioses Ende fand die Partie doch noch einen Sieger.

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