Borussia Dortmund schöpft neue Hoffnung bei Fabio Silva. Der Joker-Treffer gegen Freiburg könnte für den Stürmer zum Wendepunkt werden.
Beim klaren 4:0-Erfolg von Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg setzte Fabio Silva mit seinem späten Treffer den Schlusspunkt – und sorgte gleichzeitig für neuen Gesprächsstoff. Der Angreifer kam erneut nur als Joker zum Einsatz, doch sein Tor in der Schlussphase ließ seine kurze Einsatzzeit schnell in den Hintergrund rücken.
Nach Abpfiff präsentierte sich der Portugiese betont teamorientiert. „Ob ich in der Startelf stehe oder nicht: Wann immer der Trainer mich auf dem Platz haben will, versuche ich, der Mannschaft zu helfen“, erklärte Silva. Eine Aussage, die seinen mannschaftsdienlichen Ansatz unterstreicht – und beim Trainerteam gut ankommen dürfte.
Trotz seines Treffers bleibt die Situation für den Stürmer kompliziert. Seit seinem Wechsel nach Dortmund konnte der 23-Jährige die hohen Erwartungen bislang nur phasenweise erfüllen. Auch Trainer Niko Kovac machte gegenüber der WAZ deutlich, woran es lange hakte: „Man sieht, dass mit der körperlichen Entwicklung die Fähigkeit kommt, ein Bundesliga-Spiel zu spielen.“ Gerade in den ersten Monaten habe Silva körperlich Nachholbedarf gehabt, zumal er angeschlagen zum Klub gestoßen war.
Zukunft beim BVB: Silva fordert mehr Einsatzzeit
Dass der Angreifer häufig nur von der Bank kommt, ist Teil eines klaren Prinzips beim BVB: Einsatzzeiten gibt es nur bei entsprechender Fitness. Dennoch weiß Kovac den Wert seines Jokers zu schätzen, vor allem in späten Spielphasen gegen müde Defensivreihen.

Silva selbst sieht sich ohnehin nicht nur als klassischen Torjäger. „Ich glaube, jeder sieht, dass ich mehr bin als nur ein Torschütze“, betonte er und verwies auf seine mannschaftsdienliche Spielweise. Gleichzeitig bleibt das Toreschießen für ihn zentral: „Natürlich ist es als Stürmer wichtig, ein Tor zu schießen. Ich finde, es ist das beste Gefühl, wenn man ein Tor schießt.“
Mit Blick auf die Zukunft steckt sich der Offensivspieler, der in 36 Pflichtspielen bislang drei Tore und sieben Vorlagen verbucht, klare Ziele. Mehr Einsatzzeit, mehr Treffer – und perspektivisch auch die Rückkehr in die portugiesische Nationalmannschaft. Zudem will Silva mit Borussia Dortmund in der kommenden Saison näher an die Spitze rücken und ernsthaft um Titel mitspielen.
Der Treffer gegen Freiburg könnte dabei ein erster Schritt gewesen sein. In Dortmund wächst jedenfalls die Hoffnung, dass der berühmte Knoten bei Fabio Silva nun endgültig platzt.

