Es sollte ein Neuanfang werden. Youssoufa Moukoko wollte beim FC Kopenhagen seine Karriere auf Re-Start setzen. Doch jetzt scheint das frühere Dortmunder Ausnahmetalent in einer Sackgasse zu stecken.
Als Moukoko Anfang April beim 7:0-Erfolg gegen Silkeborg des FCK einen Dreierpack schnürte, schien doch noch alles gut für den zweimaligen Internationalen zu werden. Doch sein Glanzauftritt war nur zwei Wochen später wieder in Vergessenheit geraten. In den jüngsten drei Begegnungen seines Teams saß der Mittelstürmer jeweils die vollen 90 Minuten auf der Bank.
Sein Trainer Bo Svensson (46), bestens aus der Bundesliga bekannt (Mainz 05, Union Berlin), setzt nicht auf ihn, sondern bevorzugt einen anderen Stürmertyp. Das erklärte der Fußballlehrer gegenüber dem dänischen Portal Bold und anderen Medien nach dem 3:0-Sieg am Montag (27. April) gegen Vejle BK. Der Coach des Hauptstadtklubs bevorzugt nach eigenen Angaben einen großgewachsenen Zentrumsangreifer. Moukokos Pech: Er misst vom Scheitel bis zur Sohle gerade einmal 1,79 Meter.
„Wir haben vier Stürmer und spielen normalerweise nur mit einem“, zitiert Bold Svensson. Augenblicklich hat Routinier Andreas Cornelius (33) die Nase vorn. Der 1,93-Meter-Hüne leiste derzeit mehr, meint der FCK-Trainer. Auch Moukokos Konkurrenten Viktor Dadason (17/1,93 Meter) und Geovanni Vianney (18/1,88 Meter) sind dem früheren Dortmunder einige Zentimeter voraus.
Vertrag bis 2030
„In den letzten Spielen habe ich mich für einen großgewachsenen Stürmer in der letzten Reihe entschieden, um im Passspiel für Gefahr zu sorgen“, begründete Svensson seine Entscheidung. Das sei aber nun nicht einmal Moukokos Stärke, räumte der Däne ein. „Ich glaube nicht, dass er auf dem Flügel spielen kann, aber er kann hinter einem großen Stürmer eingesetzt werden“, meinte der Chef-Trainer. „Meistens braucht man Tempo auf den Flügeln und Größe im Sturm“, führte er ergänzend aus.

Abgeschrieben ist der Ex-BVB-Profi, der im vergangenen Sommer für fünf Millionen Euro wechselte, aber nicht. „Ich denke, es ist auf jeden Fall gut, einen solchen Spieler zu haben. Es geht darum, verschiedene Qualitäten so zu kombinieren, dass man am gefährlichsten ist und die gegnerische Abwehr vor große Probleme stellt“, machte Svensson Moukoko Hoffnung.
Der einstige Borussen-Angreifer, der in Kopenhagen bis 2030 unterschrieben hat, kommt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf 37 Einsätze für Kopenhagen, in denen er 14 Treffer erzielte und zwei weitere vorbereitete.
