Borussia Dortmund ist Vize-Meister. Dank eines 3:2 (2:1)-Sieges gegen Eintracht Frankfurt ist der BVB nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen. Für die Hausherren trafen Guirassy in der 42. Minute sowie Schlotterbeck (45.+1) und Inácio (72.). Uzun (2.) und Burkardt (87.) netzten für die Gäste ein.
Niko Kovac setzte auf personelle Kontinuität und schickte dieselbe Elf wie zuletzt bei der 0:1-Niederlage in Mönchengladbach ins Rennen. Der genesene Nmecha kehrte zurück und nahm vorerst auf der Bank Platz. Auf Seiten der Gäste rückte überraschend der frühere BVB-Profi Dahoud, der zuletzt nicht einmal im Kader stand, in die Anfangsformation.
Ausgerechnet jener Dahoud leitete die frühe Führung der Gäste ein. Im Strafraum der Dortmunder behauptete er den Ball gegen drei Dortmunder und legte auf Uzun ab, der die Kugel rechts unten zum 1:0 für Frankfurt ins Tor schlenzte. Gespielt waren gerade einmal 80 Sekunden.
Der Motor des BVB stotterte nach dem verpatzten Start gewaltig. Die Schwarz-Gelben kamen kaum über die Mittellinie hinaus und suchten noch nach der Lücke im gegnerischen Abwehrverbund. Den ersten Abschluss der Hausherren gab es nach einer Viertelstunde zu sehen, als Sabitzer den Ball aber weit am Tor vorbeischlenzte.
Die Schwarz-Gelben wurden nun mutiger – und kamen fast zum Ausgleich. Zetterer kratzte einen Kopfball von Inácio mit starkem Reflex gerade noch von der Linie (17.). Der Druck der Dortmunder nahm nun zu und der Frankfurter Schlussmann bekam eine Menge Arbeit. Brandt, der heute die Kapitänsbinde trug, und Bellingham versuchten es aus der zweiten Reihe (25./26.).
Lange dauerte es, bis auch den Hessen mal wieder eine Torannäherung gelang. Doans Schuss von halbrechts landete aber am Außennetz (39.). Dann schlug der lange Zeit nahezu unsichtbare Guirassy eiskalt zu. Über Brandt und Sabitzer gelangte der Ball zu Ryerson, der eine Maßflanke von rechts servierte. Dortmunds Nummer neun hielt den Fuß rein und beförderte die Kugel elegant zum 1:1 ins linke Kreuzeck (42.).
Der BVB legte noch vor der Pause nach. Beier passte auf Schlotterbeck, der überlegt unten rechts zur 2:1-Halbzeitführung einschob (45.+1).
Süle feiert Abschied von den Fans
Dortmund begann den zweiten Durchgang konzentriert und ließ Frankfurt kaum ins Spiel kommen. Torabschlüsse gab es jedoch auf beiden Seiten zunächst nicht zu vermelden.
Nach einer Stunde erhielten beide Torhüter Gelegenheit, sich zu zeigen. Zetterer klärte mit einer Fußabwehr gegen Ryerson. Auf der Gegenseite wehrte Kobel einen Fernschuss von Uzun ab.
Und dann schlugen die Schwarz-Gelben ein drittes Mal zu. Von der linken Außenbahn brachte Beier den Ball scharf vor das Tor. Inácio stieg am höchsten und drückte das Leder mit der Innenseite über die Linie. Damit erzielte der Youngster seinen ersten Treffer im Profibereich (72.).

Standing Ovations für Julian Brandt: Unter tosendem Beifall verabschiedete sich der Spielgestalter in seinem letzten Heimspiel für Schwarz-Gelb vom Rasen. Im selben Moment kehrte Nmecha nach seiner Leidenszeit zurück auf den Platz (74.).
Als alles nach einem sicheren Sieg für die Borussia aussah, verkürzte Frankfurt auf 2:3. Kobel fälschte einen Ball von Knauff leicht ab. Burkardt stand vollkommen frei und schob die Kugel ins leere Tor (87.). Nur eine Minute später wäre fast das 3:3 gefallen. Bahoya schlenzte das Leder knapp am rechten Pfosten vorbei.
In der 88. Minute bekam Süle noch ein wenig Spielzeit, um sich von den Fans zu verabschieden – und den Sieg abzusichern.
Fazit: Trotz eines frühen Rückschlags durch die Frankfurter Führung kämpfte sich der BVB nach Anlaufschwierigkeiten zurück in die Partie. Die Borussia erspielte sich ein Übergewicht an Möglichkeiten und drehte das Geschehen noch vor der Pause. Insgesamt setzte sich Schwarzgelb verdient durch. Während die Borussia das Spiel kontrollierte, mangelte es der Eintracht über die gesamten 90 Minuten an der nötigen Torgefahr, um sich einen Punkt zu sichern.
BVB: Kobel – Reggiani (88. Süle), Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Sabitzer (78. Özcan), Bellingham (74. Nmecha), Beier – Inácio, Brandt (74. Adeyemi) – Guirassy (78. Fábio Silva)
SGE: Zetterer – Brown, Koch, Theate, Amenda – Dahoud (57. Götze), Uzun (77. Amaimouni-Echghouyab), Shkiri – Chaibi (57. Bahoya), Kalimuendo (77. Knauff), Doan (82. Burkardt)
Tore: 0:1 Uzun (2.), 1:1 Guirassy (42.), 2:1 Schlotterbeck (45.+1), 3:1 Inácio (72.), 3:2 Burkardt (87.)
