Lars Ricken macht kurz vor der WM-Kadernominierung Druck auf Julian Nagelsmann und fordert die Berufung von drei BVB-Stars.
Kurz vor der Bekanntgabe des deutschen WM-Kaders hat Borussia Dortmunds Sportgeschäftsführer Lars Ricken deutliche Werbung für drei BVB-Profis gemacht. Besonders Felix Nmecha sieht der 49-Jährige als festen Bestandteil der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.
„Ich glaube, wir alle bei Borussia Dortmund wären sehr überrascht, wenn Felix nicht mit zur WM fahren würde“, erklärte Ricken gegenüber der BILD. Der Mittelfeldspieler hatte nach einem Außenbandriss im Knie lange pausieren müssen, meldete sich zum Saisonfinale jedoch eindrucksvoll zurück. Beim 2:0-Erfolg in Bremen absolvierte Nmecha die komplette Spielzeit und überzeugte sowohl defensiv als auch im Spielaufbau.
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann gilt intern als großer Befürworter des 25-Jährigen. Zuletzt hatte er im ZDF-Sportstudio angedeutet, dass Nmecha sogar ein Kandidat für die Startelf neben Aleksandar Pavlovic sein könnte. Der BILD zufolge soll der Dortmunder seine WM-Zusage inzwischen bereits erhalten haben. Neben Nmecha setzt sich Ricken auch für Maximilian Beier und Karim Adeyemi ein. „Auch die beiden bringen Stärken mit, die im Laufe eines intensiven Turniers jeder Mannschaft helfen würden“, sagte der BVB-Boss.
BVB hofft auf großen Block im DFB-Kader
Vor allem Beier konnte in der vergangenen Saison mit starken Zahlen auf sich aufmerksam machen. Der Offensivspieler sammelte wettbewerbsübergreifend 20 Torbeteiligungen und überzeugte zusätzlich mit seiner Flexibilität auf mehreren Positionen.

Adeyemi hingegen blickt auf eine kompliziertere Spielzeit zurück. Zwar gelangen dem schnellen Angreifer zehn Tore und sechs Vorlagen, doch Verletzungen und Nebengeräusche abseits des Platzes warfen ihn immer wieder zurück. Dennoch hofft der 24-Jährige dank seines Tempos und seiner Eins-gegen-eins-Qualitäten weiterhin auf ein Ticket zur WM. Als sichere Kandidaten aus Dortmund gelten dagegen Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton. Während Schlotterbeck in der Innenverteidigung fest eingeplant sein dürfte, wird Anton vor allem wegen seiner Vielseitigkeit und seiner Rolle innerhalb der Mannschaft geschätzt.
Für Borussia Dortmund hätte ein größerer Block im DFB-Kader nicht nur sportliche Bedeutung. Auch die internationale Wahrnehmung und die Marktwerte der Spieler könnten durch ein erfolgreiches WM-Turnier profitieren.

