Borussia Dortmund stand einst kurz davor, gleich zwei spätere Weltstars zu verpflichten. Jürgen Klopp verrät jetzt, warum die beiden Transfers am Ende doch scheiterten.
Jürgen Klopp hat einen spannenden Einblick in seine Zeit als Trainer von Borussia Dortmund gegeben und dabei verraten, dass der BVB einst kurz davorstand, gleich zwei spätere Weltstars zu verpflichten. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Experte bei MagentaTV sprach der frühere Erfolgscoach über die beinahe zustande gekommenen Transfers von Kevin De Bruyne und Sadio Mané.
Besonders weit fortgeschritten waren die Gespräche mit De Bruyne. Klopp erklärte, dass der Belgier im Sommer 2013 praktisch schon in Dortmund gewesen sei. „Er ist ein Top-Top-Spieler. Und ich hatte ihn schon praktisch in Dortmund“, erinnerte sich der 59-Jährige.
Nach Klopps Angaben waren sich Borussia Dortmund und der FC Chelsea bereits einig. Doch dann griff der damalige Chelsea-Trainer José Mourinho ein und verhinderte den Wechsel. „Jose wollte nicht“, schilderte Klopp. Mourinho habe seinem Schützling geraten: „Komm‘ Junge, bleib noch bei Chelsea, probier’s.“ Rückblickend erwies sich diese Entscheidung für De Bruyne allerdings nicht als Glücksgriff. Unter Mourinho kam der Mittelfeldspieler kaum zum Zug und wechselte bereits Anfang 2014 zum VfL Wolfsburg.
Klopp wollte De Bruyne und Mané zum BVB holen
Dort entwickelte er sich zum Bundesliga-Star, ehe ihn Manchester City verpflichtete. In England wurde De Bruyne mit zahlreichen Meisterschaften und dem Gewinn der Champions League zu einem der erfolgreichsten Spieler seiner Generation. Klopp bedauert bis heute, dass die Zusammenarbeit nie zustande kam. „Das gute Verhältnis, das wir heute wirklich haben, rührt daher, dass wir damals unbedingt zusammenarbeiten wollten. Das hat leider nie geklappt“, sagte der frühere BVB-Coach und ergänzte: „Das war sehr, sehr schade. Er hätte uns gutgetan.“

Neben De Bruyne sprach Klopp auch über Sadio Mané, den er ebenfalls gerne nach Dortmund geholt hätte. Der heutige Champions-League-Sieger war sogar zu Gesprächen beim BVB, doch Klopp deutete dessen Auftreten damals falsch. „Ich habe das missverstanden. Er war unsicher und ich habe es falsch gelesen. Dann habe ich gedacht, er ist noch nicht so weit.“
Statt nach Dortmund wechselte Mané zum FC Southampton. Dort überzeugte er auf Anhieb und bewies Klopp, dass dessen Einschätzung nicht richtig gewesen war. Der Trainer holte den Senegalesen später zum FC Liverpool, wo beide gemeinsam unter anderem die Champions League sowie die englische Meisterschaft gewannen.

