Borussia Dortmunds Abwehrspieler Julian Ryerson hat mit Norwegen den nächsten WM-Coup gelandet. Nach dem Überraschungssieg gegen Brasilien wartet nun erstmals in der Verbandsgeschichte ein Viertelfinale.
Julian Ryerson sorgt mit Norwegen bei der Weltmeisterschaft weiter für Furore. Der Profi von Borussia Dortmund setzte sich mit seiner Nationalmannschaft überraschend mit 2:1 gegen Rekordweltmeister Brasilien durch und erreichte damit erstmals den Einzug in die Runde der letzten acht Teams.
Nach überstandenen muskulären Problemen stand Ryerson wieder in der Startelf. Der Außenverteidiger hatte die beiden vorherigen WM-Partien verletzungsbedingt verpasst und absolvierte gegen Brasilien 63 Minuten. Vor allem gegen Offensivstar Vinicius Junior zeigte der Dortmunder eine konzentrierte Defensivleistung, bevor er ausgewechselt wurde.
Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase – und erneut war Ex-BVB-Stürmer Erling Haaland zur Stelle. Nachdem es zur Halbzeit noch 0:0 gestanden hatte, brachte der Torjäger Norwegen in der 79. Minute per Kopfball in Führung.
BVB-Star Ryerson zieht mit Norwegen ins Viertelfinale ein
Kurz vor dem Abpfiff erhöhte er mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 2:0. Neymar gelang Brasilien erst tief in der Nachspielzeit per Foulelfmeter noch der Anschlusstreffer.

Mit seinen Turniertoren sechs und sieben avancierte Haaland erneut zum Matchwinner. Für Norwegen bedeutet der Erfolg einen historischen Meilenstein: Noch nie zuvor hatte die Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft das Viertelfinale erreicht.
Dort wartet bereits die nächste große Herausforderung. Am kommenden Samstag trifft Ryerson mit Norwegen auf England, das sich ebenfalls für die Runde der letzten Acht qualifiziert hat. Damit ist der BVB-Profi aktuell der einzige Dortmunder Feldspieler, der bei der WM noch vom Titel träumen darf. Lediglich Torhüter Gregor Kobel kann mit der Schweiz im Achtelfinale gegen Kolumbien am Dienstag (22 Uhr) ebenfalls noch den Sprung ins Viertelfinale schaffen.

