Borussia Dortmund hat im Sommer kräftig in neue Spieler investiert. Lothar Matthäus lobt die BVB-Transfers und sieht den Klub für die neue Saison gut gerüstet.
Lothar Matthäus traut Borussia Dortmund auch in der Saison 2026/27 die Rolle als erster Verfolger des FC Bayern zu. Entscheidend dafür könnten die Veränderungen im Kader sein. Vor allem von drei Dortmunder Neuzugängen zeigt sich der deutsche Rekordnationalspieler überzeugt.
Rund 80 Millionen Euro investierte der BVB alleine in Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantelias und Joey Veerman. Während Karetsas vom KRC Genk nach Dortmund kam, wurde Konstantelias von PAOK verpflichtet. Veerman spielte zuvor für die PSV Eindhoven. Für Matthäus haben die Verantwortlichen damit trotz einiger Abgänge die richtigen Schlüsse gezogen. „Der BVB hat wichtige Spieler verloren, hat sich aber gut verstärkt“, urteilt der Experte in seiner Sky-Kolumne.
Große Erwartungen verbindet Matthäus insbesondere mit Karetsas und Konstantelias. Die beiden griechischen Nationalspieler kosteten zusammen fast 60 Millionen Euro und sollen der Dortmunder Mannschaft zusätzliche Möglichkeiten verschaffen. Matthäus beschreibt das Duo als „junge, frische Spieler, die aber auch schon einiges an Erfahrung gesammelt haben“.
BVB und FC Bayern: Matthäus mit klarer Prognose
Wie groß die Hoffnungen in ihrer Heimat sind, bekam der 65-Jährige zuletzt selbst mit. „Ich war in Griechenland im Urlaub, beide sind dort in aller Munde“, berichtet Matthäus. Besonders der Abschied von Konstantelias sorgte bei den Anhängern von PAOK für Gesprächsstoff.

Eine wichtige Rolle erwartet Matthäus zudem von Veerman. Der 27 Jahre alte Niederländer bringt deutlich mehr Erfahrung mit und soll dem Dortmunder Zentrum Stabilität verleihen. Nach Vorstellung des früheren Weltfußballers gehört Veerman an die Seite von Felix Nmecha. „Der Niederländer ist ein erfahrener Spieler, der schon Höhen und Tiefen durchlebt hat“, erklärt Matthäus. An den Kräfteverhältnissen an der Bundesliga-Spitze dürfte sich seiner Einschätzung nach dennoch wenig ändern.
Die Bayern sieht Matthäus weiterhin deutlich vor der Konkurrenz und prognostiziert, dass sie mit mindestens zehn Punkten Vorsprung Meister werden. Für Dortmund formuliert er deshalb ein anderes realistisches Ziel: „Der BVB hat die Qualität, den zweiten Platz zu festigen.“ Die 1:2-Niederlage gegen München im Supercup ändert daran für Matthäus nichts. Zwar steigerte sich Dortmund nach der Pause, insgesamt bestätigte das erste Pflichtspiel für ihn aber die weiterhin bestehende Hierarchie zwischen dem Meister und seinem wohl schärfsten Verfolger.

