Deutsch-polnische Zusammenarbeit: Borussia Dortmund und Widzew Lodz haben eine langfristige Partnerschaft beschlossen. Die Schwerpunkte der Kooperation liegen auf der Nachwuchsförderung und der gemeinsamen Trainerausbildung. Das gab der BVB am Montag (24. August) offiziell bekannt.
Eine zentrale Funktion kommt Lukasz Piszczek (41) zu. Der frühere Profi der Schwarz-Gelben tritt für das Projekt fortan als Botschafter auf. „Polen und Borussia Dortmund verbindet seit vielen Jahren eine echte Freundschaft“, betont Carsten Cramer (57), Sprecher der Geschäftsführung von Borussia Dortmund. „Namen wie Ebi Smolarek, Robert Lewandowski, Kuba Blaszczykowski und Lukasz Piszczek haben dafür gesorgt, dass die Begeisterung dort für Schwarzgelb riesig ist.“
Cramer schwärmt von der auf drei Jahre angelegten Zusammenarbeit: „Beide Seiten können mit Sicherheit viel voneinander lernen – besonders im Nachwuchs- und Jugendbereich, der im Fokus dieser Partnerschaft steht.“ Laut der BVB-Mitteilung basiert die Kooperation auf einem Wissensaustausch in den Feldern Sport, Kluborganisation, Sponsoring und Stiftungsarbeit. Die zentralen Säulen bilden Talentförderung und Trainerausbildung.
Gemeinsames Testspiel
Borussia Dortmund schickt künftig in jedem Jahr Experten nach Lodz, um die dortigen Trainingsstrukturen direkt vor Ort zu optimieren. Darüber hinaus setzen beide Profivereine auf einen regelmäßigen Austausch über neue Trends und Chancen im Fußballgeschäft.
Polnische Nachwuchsspielerinnen und -spieler reisen fortan auf Einladung nach Dortmund. Dort trainieren sie in Sichtweite des Signal Iduna Parks an der BVB Evonik Fußballakademie und treten zu einem Freundschaftsspiel gegen ein Nachwuchsteam der Westfalen an.

Borussia Dortmund besitzt gute Erinnerungen an Widzew Lodz. Es ist drei Jahrzehnte her, dass beide Vereine in der Gruppenphase der Champions League aufeinandertrafen. Im September 1996 gewann der Bundesligist zu Hause aufgrund eines Doppelpacks von Heiko Herrlich mit 2:1. Das Rückspiel zwei Monate später endete 2:2. Paul Lambert und Jürgen Kohler trafen für die Schwarz-Gelben. Der BVB kämpfte sich in jener Spielzeit bis Finale vor und siegte dort mit 3:1 gegen Juventus Turin.
