Wirbel um Kopf-ab-Geste: Ex-Dortmunder Brunner rechtfertigt umstrittenen Jubel

Sportlich läuft es für Paris Brunner. Doch der 20 Jahre alte ehemalige Dortmunder ist auch als Enfant terrible bekannt. Das weiß man beim BVB nur allzu gut. Nun sorgt der Stürmer in Frankreich für einige Aufregung.

Da ihm die aufgezeigte Perspektive bei der Borussia nicht gefiel, verabschiedete sich Brunner 2024 zur AS Monaco. Der damalige Sportdirektor Sebastian Kehl (46) erklärte mit Bedauern: „Wir hätten Paris gerne langfristig an Borussia Dortmund gebunden, leider wollte er den von uns aufgezeigten Weg nicht mitgehen.“

Doch an der Côte d’Azur fand Brunner sein fußballerisches Glück zunächst nicht. Es folgte eine Leihe nach Belgien zu Cercle Brügge. Mit sechs Treffern in 28 Einsätzen blieb seine Bilanz überschaubar.

In der aktuellen Saison stieg Brunner fast wie Phönix aus der Asche. In sechs Pflichtspielen netzte der gebürtige Dortmunder fünfmal ein. Mit den Monegassen stürmte er an die Spitze der Ligue 1. Beim 1:1 in Straßburg rettete er seinem Team mit einem Hammer aus der Distanz einen Zähler.

Der Ausgleich könnte für den Ex-BVB-Profi jedoch noch Konsequenzen nach sich ziehen. Der 20-Jährige feierte seinen Treffer direkt vor den gegnerischen Anhängern und deutete dabei mit einer Handbewegung das Durchschneiden der Kehle an.

Die Heimfans quittierten die Aktion mit einem gellenden Pfeifkonzert. Da der Unparteiische Eric Wattellier (39) den Vorfall in seinem Protokoll vermerkt hat, droht Brunner nun nachträglich eine Sperre. Auf dem Rasen war er ohne Karte davongekommen.

„Wollte nicht respektlos sein“

Nach der Partie bezog der 20-Jährige Stellung zu dem Vorfall und rechtfertigte seine Aktion mit vorausgegangenen Beleidigungen. „Sie haben über meine Familie gesprochen, über meine Mutter, über meinen Vater. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beschimpft haben“, erklärte der Offensivspieler.

Das späte Tor habe zudem für einen Adrenalinschub gesorgt: „Nach dem Tor waren viele Emotionen im Spiel, vor allem nach so einem wichtigen Treffer. Ich wollte nicht respektlos sein.“ Seine Handbewegung sei laut eigener Aussage völlig falsch gedeutet worden. Vielmehr habe er damit signalisieren wollen: „Was für ein Tor, es ist vorbei.“

Paris Brunner
Foto: IMAGO

Wie unverzichtbar der Stürmer aktuell ist, unterstrich Filipe Luís (41) nach dem Abpfiff in Straßburg: „Paris ist ein sehr leidenschaftlicher Spieler. Ich liebe seine Energie und er hat immer die absolute Überzeugung, dass er treffen wird.“ Der Coach betonte, er habe „volles Vertrauen in ihn“, zudem sei Brunners unermüdlicher Einsatz für die Mannschaft „extrem wertvoll“.

Ob der Youngster diesen Lauf am nächsten Spieltag fortsetzen darf oder wegen seiner Geste zusehen muss, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.

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