„Das ist krank“: Ligarivale sieht BVB-Frauen schon auf dem Weg zur Meisterschaft

Vier Spiele, vier Siege: Bislang lief es für die Fußballerinnen von Borussia Dortmund in der Regionalliga nach Maß. Das werde sich auch nicht ändern, vermutet Tarek Ruhmann (56), Trainer des Ligarivalen MSV Duisburg.

Zum Auftakt zog Arminia Bielefeld mit 0:3 den Kürzeren. Anschließend musste sich der SSV Rhade mit 0:5 geschlagen geben. Auch die DJK Wacker Mecklenbeck hatte beim 0:3 keine Chance. Am vergangenen Wochenende schließlich wies der BVB die Duisburgerinnen deutlich mit 5:0 in die Schranken. Der Lohn für die Schwarz-Gelben: Platz eins.

„Du hast gemerkt, dass die Abläufe bei Dortmund ganz andere sind“, zeigt sich Ruhmann gegenüber Reviersport beeindruckt vom Auftreten des BVB. „Da wird ein Pass gespielt, klatschen gelassen und sofort der perfekte Pass in die Tiefe gespielt. Mit einem Pass hebeln sie alles aus und bleiben dabei bei einem Kontakt“, analysiert der MSV-Coach die Spielweise der Borussinnen um Star-Stürmerin Alexandra Popp (35). Er ist überzeugt: „Das bekommst du nicht verteidigt.“

Obgleich die Duisburgerinnen fünf Treffer kassierten, erwartet Ruhmann in Zukunft noch weit höhere Niederlagen gegen die Tabellenführerinnen. „Im Endeffekt werden sich noch andere Mannschaften noch mehr Tore einfangen gegen dieses Dortmund“, prophezeit der Fußballlehrer.

„Eher eine Bundesliga-Truppe“

Das sportliche Niveau des BVB-Frauenteams übersteige das der Regionalliga bei Weitem, schätzt der MSV-Trainer. „Ich würde nicht einmal sagen, dass sie eine Zweitliga-Mannschaft sind. Eher eine Bundesliga-Truppe“, analysiert Ruhmann und liefert die Begründung gleich nach: „Gegen Zweitligisten haben wir ganz ordentlich ausgesehen und konnten es viel offener gestalten.“

Für den 56-Jährigen steht außer Frage, dass der Meistertitel für den BVB reine Formsache ist. Er geht sogar noch weiter. „Ich glaube nicht, dass sie überhaupt einen Punkt verlieren“, erklärt Ruhmann. „Auch Schalke wird es nicht schaffen, denen ein Bein zu stellen. Dafür sind die viel zu professionell aufgestellt. Die haben Strukturen, das ist krank.“

Markus Högner
Foto: Getty Images

BVB-Trainer Markus Högner wiegelt jedoch ab. „Wir sind schon der Favorit“, stellt aber auch der 59-Jährige unumwunden fest. „Wenn man nach vier Partien ohne Gegentor ganz oben steht, ist das so. Das wissen wir und wollen natürlich auch den Aufstieg.“ Doch er warnt auch: „Trotz alledem denken wir nur von Spiel zu Spiel. Das wird sicher kein Spaziergang.“

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