Ein Spiel noch, dann ruht der Ball in der Bundesliga erst einmal für drei Wochen. Grund für die recht lange Unterbrechung ist eine Länderspielpause, die mit gleich vier Begegnungen gefüllt wird.
Doch bevor der neue Bundestrainer mit Dortmund-Vergangenheit seinen Job antritt, steht die vierte Runde im Fußball-Oberhaus auf dem Programm. Auch Jürgen Klopp dürfte genauer hinschauen, wenn der VfB Stuttgart am Samstag (19. September, 18:30 Uhr) den BVB empfängt.
Knapp ging es zu, wenn Westfalen und Schwaben aufeinandertrafen. Von insgesamt 112 direkten Duellen entschied der VfB 44 für sich, die Borussia hingegen 42. Mit einer Punkteteilung endeten bislang 26 Partien. Die Tordifferenz sieht jedoch die Schwarz-Gelben mit 193:188 vorn. Damit lieferte keine andere Begegnung in der Bundesliga-Geschichte mehr Treffer als das Duell zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund (381).
Im DFB-Pokal fochten beide Vereine bis dato sechs direkte Begegnungen aus. Sowohl Stuttgart als auch Dortmund zogen jeweils dreimal in die nächste Runde ein. Zuletzt sah man sich im Achtelfinale 2023/24. Der VfB hatte das bessere Ende mit 2:0 für sich. Die Stuttgarter Führung gelang übrigens einem gewissen Serhou Guirassy.
Wie einst unter Tuchel
Der Start der Schwarz-Gelben in die neue Saison darf als gelungen bezeichnet werden. Mit drei Siege aus drei Spielen hat der BVB die optimale Ausbeute auf dem Punktekonto. Das gab es in der Vereinsgeschichte zuvor erst viermal. Mit solch einem Beginn landeten die Westfalen am Ende immer auf Platz eins oder zwei (je zweimal Meister und Vize). Die perfekte Ausbeute von neun Zählern zum Auftakt gelang zuletzt vor elf Jahren unter Thomas Tuchel. Die Saison 2015/16 ist mit 78 Punkten als die Saison des „besten Vize-Meisters der Geschichte“ in Erinnerung geblieben.

Gastgeber Stuttgart baute seine Arena in der vergangenen Bundesliga-Saison zur Festung aus und kassierte lediglich zwei Heimniederlagen: ein 0:5 gegen die Bayern (13. Spieltag) und ein 0:2 gegen den BVB (28. Spieltag). Dieses Duell gegen Dortmund war gleichzeitig die einzige Pleite für die Schwaben in den jüngsten zwölf Heimpartien (acht Siege). Für die Treffer in der Nachspielzeit Anfang April 2026 zeichneten zwei Profis verantwortlich, die die Borussia im Sommer verlassen haben: Karim Adeyemi und Julian Brandt.
