Ungewöhnliche Familiengeschichte: So kam Mathis Albert zum BVB

Manuel Behlert

Mit gerade einmal 15 Jahren wechselte Mathis Albert aus den USA zum BVB. Ein Schritt, den die FIFA-Regeln für minderjährige Spieler eigentlich verhindern. Möglich wurde der frühe Sprung nach Dortmund durch eine berufliche Entscheidung seines Vaters.

Als der BVB auf Albert aufmerksam wurde, lief das Talent im Nachwuchs von Los Angeles Galaxy auf und lebte in den USA. Ein direkter Transfer nach Dortmund war damit zunächst ausgeschlossen: Die FIFA zieht bei internationalen Wechseln minderjähriger Spieler enge Grenzen, ein Klub kann einen solchen Spieler in der Regel nicht einfach über Landesgrenzen hinweg verpflichten.

Den Ausweg brachte eine Entwicklung fernab des Rasens. Alberts Vater nahm eine Stelle in Düsseldorf an, woraufhin die gesamte Familie nach Deutschland übersiedelte. Da der Wohnortwechsel beruflich veranlasst war, griff, wie mehrere Medien übereinstimmend Bericht, eine Sonderregelung.

Der Umzug als Türöffner nach Dortmund

Der berufliche Neuanfang des Vaters öffnete Albert damit die Tür an die Strobelallee früher, als es die Regularien sonst zugelassen hätten. Seit dem 1. Juli 2024 gehört der in Greenville geborene Offensivspieler zum BVB, wo er zunächst die U17 und anschließend die U19 durchlief.

Mathis Albert
Foto: IMAGO

Sportlich ging es für ihn schnell voran. Albert gehörte 2025 zum Kader für die Klub-WM und feierte im April 2026 sein Bundesliga-Debüt – als jüngster US-Amerikaner in der Geschichte der Liga. Der frühe Wechsel zahlte sich damit aus, auch wenn er einen hohen persönlichen Preis hatte.

Denn leicht fiel Albert der Neustart in Deutschland nicht. Wie belastend die weite Entfernung zu seiner Heimat für ihn anfangs war, schilderte der Linksaußen später ganz offen. Auf dem Platz fand er sich hingegen deutlich zügiger zurecht als in der neuen Umgebung.

 

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