Nach dem starken Saisonstart des BVB schwärmt Sven Mislintat von der Arbeit Ole Books. Besonders dessen Transferstrategie hat es dem früheren Dortmunder Chefscout angetan.
Borussia Dortmund ist glänzend in die neue Bundesliga-Saison gestartet – und auch abseits des Platzes erhält der BVB viel Anerkennung. Sven Mislintat zeigt sich insbesondere von der Arbeit des neuen Sportdirektors Ole Book angetan. Der frühere Dortmunder Chefscout sieht in dessen Verpflichtung einen gelungenen Schritt.
Book hatte im März 2026 die Nachfolge von Sebastian Kehl angetreten. Zuvor arbeitete er bei der SV Elversberg. Für Mislintat war seine Verpflichtung durchaus mutig. Dortmund habe damit „eine mutige Entscheidung getroffen und einen klaren Leistungs-Lebenslauf belohnt“, erklärte der 53-Jährige im Doppelpass bei SPORT1. Gleichzeitig habe Book bereits in Elversberg gezeigt, dass er klare Vorstellungen von der Zusammenstellung einer Mannschaft besitzt. Er habe dabei „Auge und Mut bewiesen“, so Mislintat, der den neuen Sportdirektor deshalb als „Top-Investment von Dortmund“ bezeichnete.
Besonders die Transferstrategie des BVB überzeugt Mislintat. Im Sommer hatten die Dortmunder lange um Said El Mala geworben. Ein Transfer des 20-Jährigen kam trotz eines Gesamtpakets von rund 50 Millionen Euro allerdings nicht zustande. Statt die finanziellen Vorstellungen des 1. FC Köln zu erfüllen, entschied sich der BVB für andere Lösungen.
Mislintat schwärmt von BVB-Manager Book
Diese Vorgehensweise findet Mislintat richtig. „Said El Mala war wohl die erste Wahl, aber nicht zu jedem Preis, und das zeichnet dann einen Topkaderplaner und Sportdirektor aus, seine Pläne B zu kennen und es war smart, das Geld zu splitten“, sagte der derzeit vereinslose Funktionär.

Dortmund investierte anschließend in Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias. Karetsas wechselte für 30 Millionen Euro vom KRC Genk zum BVB, Konstantelias kam für 26 Millionen Euro aus Saloniki. Beide passen in das Konzept, wieder verstärkt auf junge Spieler mit Entwicklungspotenzial zu setzen.
Auch diesen Ansatz schreibt Mislintat Book zugute. Er finde es „sehr smart, dass Ole Book das bedient, was Dortmund in der Vergangenheit stark gemacht hat: junge, entwicklungsfähige statt erfahrene Spieler zu holen“. Vor allem Karetsas hat es Mislintat angetan. Bereits bei dessen ersten Aktionen sei zu erkennen gewesen, „dass das etwas Besonderes ist“. Der frühere BVB-Scout ist überzeugt: „Die Jungs wie Karetsas können wieder etwas anzünden. Das brauchte Borussia Dortmund.“

