„Wollen sie ärgern“: BVB-Legende Norbert Dickel über Dortmunder Meisterchancen

Seine Stimme kennt in Dortmund jeder Stadiongänger. Norbert Dickel (64) avancierte zunächst auf dem Platz zur BVB-Legende, anschließend als Stadionsprecher. Der Pokalheld von 1989 würde gerne mal wieder die Deutsche Meisterschaft mit seiner Borussia feiern.

Am vergangenen Wochenende war Dickel im Einsatz für die gute Sache. Acht U15-Teams spielten beim 4. Solidarfonds-Cup in Bochum-Langendreer um den Sieg. Das Jugendturnier der Solidarfonds-Stiftung NRW fand auf der Anlage des TuS Kaltehardt an der Urbanusstraße statt. Neben dem Heimteam vertrat auch der SV Langendreer 04 die Farben der Stadt Bochum. Dickel überreichte gemeinsam mit Anthony Losilla (40), Ex-Profi des VfL Bochum, den Pokal an den Turniersieger SpVgg Horsthausen.

Jeder der teilnehmenden Klubs durfte sich über eine Startprämie in Höhe von 500 Euro für seine Kinder- und Jugendarbeit freuen. Die Mannschaft aus Horsthausen fuhr sogar mit der doppelten Summe nach Hause zurück.

Ein echtes Highlight für die Fans: Neben Dickel und Losilla mischten sich auch die ehemaligen VfL-Bochum-Profis Felix Bastians (38) und Marco Terrazzino (35) für eine Autogrammstunde unter die Fans. Für leuchtende Kinderaugen und tolle Erinnerungsfotos sorgten zudem die beiden Vereinsmaskottchen Emma (BVB) und Bobby Bolzer (VfL).

„Keine dummen Fragen beantworten“

Gefragt nach dem starken Saisonstart von Borussia Dortmund und einem möglichen Titelrennen mit dem FC Bayern München, fand Dickel am Rande der Veranstaltung deutliche Worte. Die wirtschaftliche Dominanz des Rekordmeisters stuft er als beinahe unüberwindbares Hindernis für die Konkurrenz ein. Wörtlich sagte er laut Reviersport: „Der finanzielle Unterschied zwischen den Bayern und den anderen Bundesligavereinen ist dermaßen groß, dass es fast unmöglich ist, in irgendeiner Art und Weise gegen die anzustinken.“

Norbert Dickel
Foto: IMAGO

Gerne würde Dickel am Borsigplatz mal wieder die Meisterschaft seines BVB feiern. Der Traum von der Schale ist nach dem gelungen Saisonstart da. Dickel erklärte daher auch: „Ich würde natürlich gerne Deutscher Meister werden. Und ich bin auch froh, dass wir jetzt in der langen Länderspielpause vor den Bayern stehen, weil wir dann mal dreieinhalb Wochen keine dummen Fragen beantworten müssen.“

Wohin die Reise letztendlich führt, bleibt abzuwarten. Die Marschroute der Dortmunder steht laut Dickel jedenfalls fest: „Wir wollen sie ärgern, und das wollen wir so lange tun, wie es geht.“

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