Borussia Dortmunds Frauen haben in der Regionalliga West ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen Rhenania Bottrop feiert der BVB einen überragenden 11:0-Erfolg und baut seine Tabellenführung aus.
Die Frauen von Borussia Dortmund haben am achten Spieltag der Regionalliga West einen deutlichen 11:0-Heimsieg gegen Rhenania Bottrop gefeiert. Im Stadion Rote Erde ließen die Schwarz-Gelben dem Tabellenletzten kaum eine Chance. Besonders Alex Popp und Ramona Maier erwischten einen erfolgreichen Nachmittag und erzielten jeweils drei Treffer. Doch nicht nur das Ergebnis dürfte bei Trainer Markus Högner für Zufriedenheit sorgen.
Auch die Konkurrenz spielte den Dortmunderinnen in die Karten. Sowohl die Verfolgerinnen aus Gelsenkirchen als auch die Mannschaft aus Leverkusen blieben am Sonntag ohne Sieg. Dadurch konnte der BVB seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter vergrößern.
Bereits in der vergangenen Woche hatte Borussia Dortmund beim 5:0-Auswärtserfolg gegen DJK Südwest Köln seine Offensivstärke gezeigt. Nun legte die Mannschaft noch einmal deutlich nach. Innerhalb von zwei Ligaspielen erzielten die Schwarz-Gelben damit beeindruckende 16 Tore, ohne einen einzigen Gegentreffer zu kassieren.
Der Kantersieg gegen Rhenania Bottrop besitzt für Borussia Dortmund gleich aus mehreren Gründen eine besondere Bedeutung. Neben den drei Punkten verbesserte die Mannschaft auch ihre Tordifferenz erheblich. Gerade im Kampf um die Meisterschaft könnte dieser Wert im weiteren Saisonverlauf noch wichtig werden. Zudem bestätigten die Dortmunderinnen ihre Rolle als Spitzenreiterinnen. Gegen den Aufsteiger aus Bottrop, der vor der Partie den letzten Tabellenplatz belegte, erfüllte die Mannschaft ihre Favoritenrolle eindrucksvoll.
Dabei hatten die Gäste zunächst sogar die erste Gelegenheit des Spiels. Sandra Ehrhardt versuchte bereits in der zweiten Minute, die Dortmunder Defensive zu überwinden. Anschließend übernahm Borussia Dortmund allerdings zunehmend die Kontrolle. Die Gastgeberinnen drängten ihre Gegnerinnen weit zurück und suchten frühzeitig den Weg zum Tor. Nach mehreren gefährlichen Aktionen gelang schließlich Jenske Steenwijk der erste Treffer. In der zehnten Minute setzte sich Ramona Maier auf der linken Außenbahn durch und brachte den Ball zu Jenske Steenwijk. Die Dortmunderin musste aus kurzer Entfernung nur noch zum 1:0 einschieben. Damit begann ein Nachmittag, an dem die Zuschauer im Stadion Rote Erde noch zahlreiche weitere Tore sehen sollten.
Zwei Hattricks bringen den BVB-Frauen den Sieg
Nach der frühen Führung dauerte es nur fünf Minuten, bis Borussia Dortmund erneut jubeln durfte. Diesmal kam der Angriff über die rechte Seite. Lena Ostermeier brachte eine Flanke in den Strafraum, die Alex Popp mit einem Kopfball zum 2:0 verwertete. Die Dortmunder Kapitänin spielte sich anschließend immer stärker in den Mittelpunkt. Während Rhenania Bottrop kaum noch Entlastung fand, erhöhten die Gastgeberinnen den Druck.
In der 27. Minute traf Alex Popp erneut und stellte auf 3:0. Nur eine Minute später folgte bereits der nächste Treffer. Ramona Maier erzielte das vierte Tor der Begegnung und sorgte damit frühzeitig für klare Verhältnisse. Die 3.034 Zuschauer im Stadion Rote Erde bekamen allerdings noch vor dem Seitenwechsel einen weiteren Treffer zu sehen. In der 39. Minute war erneut Alex Popp zur Stelle. Mit ihrem zweiten Kopfballtor des Nachmittags erhöhte die Kapitänin auf 5:0 und machte gleichzeitig ihren persönlichen Dreierpack perfekt.
Damit hatte die erfahrene Offensivspielerin bereits vor der Halbzeit einen großen Anteil am deutlichen Vorsprung. Für Rhenania Bottrop zeichnete sich dagegen schon früh eine schwierige zweite Halbzeit ab. Die Gäste fanden kaum Mittel, um die Angriffe der Dortmunderinnen dauerhaft zu stoppen.
Trainer Markus Högner verzichtete zunächst auf personelle Veränderungen. Die Dortmunderinnen kehrten mit derselben Startelf auf den Platz zurück und knüpften unmittelbar an ihre Leistung aus der ersten Halbzeit an. Bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff fiel das nächste Tor. Lara Schmidt erhöhte in der 50. Minute auf 6:0.
Nur zwei Minuten später musste die Bottroper Mannschaft den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Annika Enderle erzielte das 7:0 und machte damit endgültig deutlich, dass Borussia Dortmund auch nach der Pause nicht nachlassen wollte. Gleichzeitig blieb die eigene Defensive weitgehend ohne größere Probleme.
Nach knapp einer Stunde entschied sich Markus Högner schließlich für die ersten Wechsel. Rita Schumacher, Jacqueline Meißner und Frederike Kempe kamen neu in die Begegnung.Dafür verließen unter anderem Lena Ostermeier, Annika Enderle und Lara Schmidt den Platz. Der Dortmunder Trainer nutzte die deutliche Führung somit auch, um weiteren Spielerinnen Einsatzzeit zu ermöglichen. Trotz der Veränderungen blieb Borussia Dortmund die spielbestimmende Mannschaft. Allerdings entstanden in dieser Phase etwas weniger klare Torchancen als zuvor. Am deutlichen Kräfteverhältnis zwischen beiden Mannschaften änderte sich dadurch nichts.
In der Schlussphase erhöhten die Dortmunderinnen noch einmal das Tempo. Besonders Jenske Steenwijk und Ramona Maier rückten dabei erneut in den Mittelpunkt. In der 78. Minute traf Jenske Steenwijk zum zweiten Mal. Nach einem Zuspiel von Ann-Sophie Vogel erhöhte die Dortmunderin auf 8:0. Anschließend übernahm Ramona Maier wieder eine entscheidende Rolle. Gemeinsam mit Ronja Leubner bereitete Jenske Steenwijk den nächsten Treffer vor.
Ramona Maier nutzte die Gelegenheit und erzielte in der 84. Minute das 9:0. Damit fehlte den Dortmunderinnen nur noch ein weiteres Tor, um erstmals an diesem Nachmittag eine zweistellige Führung zu erreichen. Lange mussten die Zuschauer darauf nicht warten. Fünf Minuten später traf Ramona Maier erneut und machte mit dem 10:0 ihren persönlichen Dreierpack perfekt.
Damit hatten sowohl Alex Popp als auch Ramona Maier jeweils drei Tore erzielt. Beide Spielerinnen waren somit gemeinsam für sechs der elf Dortmunder Treffer verantwortlich. Doch selbst nach dem zehnten Tor war die Begegnung noch nicht beendet. In der ersten Minute der Nachspielzeit sorgte Rita Schumacher für den letzten Höhepunkt. Die eingewechselte Offensivspielerin erzielte das 11:0 und stellte damit den Endstand her.
Veränderte Startelf kein Problem für die BVB-Frauen
Bereits vor der Begegnung hatte Trainer Markus Högner einige Veränderungen vorgenommen. Im Vergleich zum 5:0-Erfolg gegen DJK Südwest Köln standen vier andere Spielerinnen in der Anfangsformation.
Jenske Steenwijk, Ricarda Walkling, Ann-Sophie Vogel und Melanie Schuster rückten in die Startelf. Dafür nahmen Rita Schumacher, Sara Ito, Frederike Kempe und Jacqueline Meißner zunächst auf der Ersatzbank Platz. Die Veränderungen zahlten sich aus. Besonders Jenske Steenwijk überzeugte mit zwei eigenen Treffern und einer weiteren Beteiligung am neunten Dortmunder Tor. Auch Ann-Sophie Vogel trug zum deutlichen Ergebnis bei. Die Dortmunderin bereitete in der zweiten Halbzeit das 8:0 vor und unterstrich damit ihre Bedeutung für das Offensivspiel.
Hinzu kamen die Leistungen von Alex Popp und Ramona Maier. Beide Spielerinnen sorgten mit ihren Dreierpacks für den größten Anteil an den elf Treffern. Auffällig war zudem, dass Borussia Dortmund seine Tore auf mehrere Spielerinnen verteilte. Neben den beiden dreifachen Torschützinnen und Jenske Steenwijk trafen auch Lara Schmidt, Annika Enderle und Rita Schumacher. Insgesamt trugen sich damit sechs verschiedene Dortmunderinnen in die Torschützenliste ein. Für Markus Högner dürfte gerade diese Verteilung erfreulich sein. Die Mannschaft ist in der Offensive nicht ausschließlich auf eine einzelne Spielerin angewiesen.
Mit dem deutlichen Erfolg gegen Rhenania Bottrop haben die Dortmunderinnen ihre starke Form erneut bestätigt. Besonders die Offensive befindet sich derzeit in beeindruckender Verfassung. Während die Schwarz-Gelben am vergangenen Spieltag fünf Treffer erzielten, gelangen ihnen gegen Bottrop sogar elf Tore. Auch defensiv kann sich die Bilanz der vergangenen beiden Begegnungen sehen lassen. Weder DJK Südwest Köln noch Rhenania Bottrop gelang ein Treffer gegen die Dortmunderinnen. Für Borussia Dortmund bedeutet das nicht nur zwei Siege, sondern auch eine Tordifferenz von 16:0 aus den jüngsten beiden Ligaspielen.
BVB-Frauen bauen Tabellenführung aus
Hinzu kommt die Entwicklung an der Tabellenspitze. Da die Verfolgerinnen aus Gelsenkirchen und Leverkusen ihre Begegnungen nicht gewinnen konnten, vergrößerte sich der Vorsprung der Dortmunderinnen. Wie groß dieser Abstand am Ende der Saison sein wird, bleibt allerdings offen. Schließlich stehen noch zahlreiche Begegnungen auf dem Programm. Trotzdem liefert der achte Spieltag ein deutliches Signal: Borussia Dortmund befindet sich im Kampf um die Spitzenposition in einer guten Ausgangslage.
Nach dem deutlichen Heimerfolg wartet bereits am kommenden Wochenende die nächste Herausforderung auf Borussia Dortmund. Am Sonntag, dem 18. Oktober, treffen die Schwarz-Gelben auswärts auf Vorwärts Spoho Köln. Die Begegnung des neunten Spieltags beginnt um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz Nordfeld in Köln. Für die Dortmunderinnen geht es darum, ihre Erfolgsserie fortzusetzen und die Tabellenführung weiter zu festigen.

Dabei dürfte Trainer Markus Högner erneut auf die zuletzt überzeugenden Offensivspielerinnen setzen können. Besonders Alex Popp und Ramona Maier haben mit ihren jeweils drei Treffern gegen Rhenania Bottrop ihre Qualitäten unterstrichen. Auch Jenske Steenwijk dürfte nach ihrem Doppelpack gute Argumente für einen weiteren Einsatz gesammelt haben.
Die Ausgangslage könnte nach dem achten Spieltag jedenfalls kaum besser sein. Mit elf Treffern, drei weiteren Punkten und einer ausgebauten Tabellenführung haben die BVB-Frauen einen rundum erfolgreichen Fußballnachmittag erlebt. Vor allem die Art und Weise des Erfolgs dürfte den Verantwortlichen gefallen. Borussia Dortmund übernahm früh die Kontrolle, nutzte zahlreiche Torchancen und ließ auch nach der deutlichen Halbzeitführung nicht vollständig nach.
Am Ende stand ein 11:0-Erfolg, der sowohl die Offensivstärke als auch die aktuelle Dominanz der Dortmunderinnen in der Regionalliga West unterstreicht. Nun gilt es für die Mannschaft von Markus Högner, die Leistungen der vergangenen Wochen auch in den kommenden Spielen abzurufen. Der Kantersieg gegen Rhenania Bottrop dürfte dafür zusätzliches Selbstvertrauen geben.
