Während ein ehemaliges Dortmunder Talent in Frankreich derzeit groß aufspielt, meldet sich die sportliche Führung des BVB zu Wort – mit einer klaren Botschaft zwischen den Zeilen.
BVB-Boss Lars Ricken hat sich zu den Gerüchten rund um Paris Brunner geäußert. Auslöser dafür ist die aktuell starke Form des ehemaligen Dortmunder Juwels bei der AS Monaco, die den 20-Jährigen immer wieder in die Schlagzeilen bringt. Zuletzt machten dabei Gerüchte die Runde, wonach der BVB bereits eine konkrete Möglichkeit ausgehandelt habe, Paris Brunner zurück in die Bundesliga zu holen.
Dass man in Dortmund die Entwicklung des Franzosen aufmerksam verfolgt, bestätigte Lars Ricken gegenüber „Sport1“ durchaus: „Natürlich verfolgen wir seinen Weg, er kommt aus unserem NLZ.“ Von konkreten Rückkehrplänen wollte der Sport-Geschäftsführer aber nichts wissen und verwies stattdessen auf die vertragliche Realität: „Wie die kurzfristige Zukunft aussieht, ist auch klar: Er hat einen langfristigen Vertrag in Monaco.“ Spekulationen erteilte er damit eine klare Absage: „Da sollten wir uns an die Fakten halten und nicht irgendwelche Gerüchte aufmachen.“
Befeuert wurden die Gerüchte zuletzt durch Berichte von „Sky“, wonach sich Borussia Dortmund beim Verkauf seinerzeit ein sogenanntes Matching Right für Paris Brunner gesichert haben soll. Diese Klausel würde bedeuten: Sollte sich ein anderer Klub zu einem konkreten Angebot für den Franzosen entschließen, hätte der aktuelle Tabellenzweite der Bundesliga die Möglichkeit, mit den Konditionen dieser Offerte gleichzuziehen und das einstige DFB-Juwel so an das Westfalenstadion zurückzuholen.
BVB-Boss Lars Ricken mit Seitenhieb gegen Paris Brunner
Trotz aller Zurückhaltung bei konkreten Wechselszenarien ließ Lars Ricken durchblicken, wie er aktuell zur sportlichen Entwicklung seines ehemaligen Schützlings steht. Dabei verband er ein Lob mit einem feinen Seitenhieb: „Am Ende ist es ein Ex-Spieler von Borussia Dortmund. Er macht es gerade sehr gut in Monaco, insbesondere dann, wenn er sich auf seine sportlichen Qualitäten konzentriert.“ Mit dieser Formulierung schickte der BVB-Boss seinem früheren Spieler eine unmissverständliche Botschaft mit auf den Weg.
Die Aussage des BVB-Boss hat einen klaren Hintergrund. Als Paris Brunner noch bei Borussia Dortmund spielte, war der Offensivakteur immer wieder mit negativen Schlagzeilen in den Medien. Damals wollten die Schwarz-Gelben den Vertrag mit dem Top-Talent verlängern. Diesem hat jedoch er aufgezeigte Plan der Dortmunder nicht gefallen. Aus diesem Grund schlug er das Angebot aus und schloss sich der AS Monaco an.

Für Borussia Dortmund ergibt sich aus der aktuellen Gemengelage eine interessante Ausgangssituation. Einerseits zeigt der Klub mit dem Verweis auf das Matching Right, dass eine Rückholoption theoretisch weiterhin besteht. Andererseits macht Lars Ricken unmissverständlich klar, dass aktuell weder konkrete Gespräche laufen noch kurzfristige Pläne existieren – schließlich bindet den Franzosen ein langfristiger Vertrag an die AS Monaco.
