Borussia Dortmund droht im Rennen um Bartosz Mazurek eine Enttäuschung. Während mehrere Vereine um das polnische Talent werben, sehen Insider einen anderen Klub vorne.
Borussia Dortmund könnte bei einer möglichen Verpflichtung von Bartosz Mazurek leer ausgehen. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler von RB Salzburg steht zwar offenbar auf der Liste der Schwarz-Gelben, doch die Konkurrenz könnte dem BVB einen Strich durch die Rechnung machen. Besonders der FC Porto scheint gute Voraussetzungen für einen Transfer mitzubringen. Das legen zumindest die jüngsten Einschätzungen der polnischen Journalisten Łukasz Wiśniowski und Jakub Polkowski von „Meczyki“ nahe. Während ein Wechsel im kommenden Winter als äußerst unwahrscheinlich gilt, könnte sich im Sommer 2027 eine interessante Möglichkeit für die Portugiesen ergeben.
Dabei beschäftigt sich Borussia Dortmund offenbar schon länger mit dem polnischen Nachwuchsspieler. Bereits vor dessen Wechsel nach Österreich sollen die Dortmunder Verantwortlichen seine Entwicklung verfolgt haben. Auch Brighton & Hove Albion zeigte Interesse an Bartosz Mazurek. Letztlich entschied sich der Offensivspieler jedoch für RB Salzburg, wo er inzwischen zu den auffälligeren Talenten zählt. Nun könnte sich der nächste Transfer bereits anbahnen. Allerdings sprechen mehrere Faktoren dafür, dass der BVB bei einem möglichen Werben um den 19-Jährigen erhebliche Schwierigkeiten bekommen dürfte.
FC Porto könnte Borussia Dortmund ausstechen
Besonders interessant erscheint die Situation beim FC Porto. Der portugiesische Spitzenklub beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit mit Bartosz Mazurek und könnte im kommenden Sommer einen konkreten Vorstoß unternehmen. Nach Einschätzung des polnischen Journalisten Jakub Polkowski besitzt Porto dabei einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Interessenten. Dieser liegt vor allem in den guten Kontakten zwischen den Verantwortlichen und dem Umfeld des Spielers.
„Ich denke, das ist eine Sache für den Sommer. Paweł Zimonczyk von der Agentur von Bartosz Mazurek pflegt ausgezeichnete Beziehungen zu André Villas-Boas – etwa durch den Transfer von Jakub Kiwior. Ich stelle mir einen Szenario vor, in dem im Sommer Victor Froholdt von Porto weggeht und Mazurek kommt.“
Damit beschreibt Jakub Polkowski ein mögliches Szenario, das für Borussia Dortmund unangenehm werden könnte. Sollte Victor Froholdt den FC Porto im kommenden Sommer verlassen, könnten die Portugiesen gezielt nach einem Ersatz suchen. Bartosz Mazurek wäre dann offenbar ein interessanter Kandidat. Hinzu kommen die bestehenden Verbindungen zwischen Spielerberater Paweł Zimonczyk und Porto-Präsident André Villas-Boas. Solche Kontakte können bei Transferverhandlungen eine wichtige Rolle spielen. Sie garantieren zwar keine Einigung, könnten den Portugiesen aber den Zugang zum Umfeld des Mittelfeldspielers erleichtern.
Dass der FC Porto tatsächlich großes Interesse an Bartosz Mazurek besitzt, ist keine neue Entwicklung. André Villas-Boas bestätigte bereits öffentlich, dass sich sein Verein vor dem Wechsel nach Salzburg intensiv mit dem Polen beschäftigt hatte. Damals entschieden sich der Spieler und sein Umfeld jedoch für den österreichischen Bundesligisten. Porto verlor das Talent anschließend keineswegs aus den Augen. Vielmehr verfolgen die Verantwortlichen seine Entwicklung weiterhin aufmerksam. Die Portugiesen haben zudem bereits mehrere polnische Spieler verpflichtet. Mit Jakub Kiwior, Jan Bednarek und Oskar Pietuszewski stehen gleich drei Profis aus Polen im Kader. Auch das könnte bei einem möglichen Transfer von Bartosz Mazurek eine Rolle spielen.
Winter-Transfer von Bartosz Mazurek gilt als unwahrscheinlich
Allerdings müssen sich sämtliche Interessenten offenbar noch gedulden. Obwohl Brighton & Hove Albion den Mittelfeldspieler laut Medienberichten bereits im kommenden Winter verpflichten möchte, halten Beobachter einen schnellen Abschied aus Salzburg für wenig sinnvoll. Bartosz Mazurek wechselte schließlich erst im vergangenen Sommer nach Österreich und befindet sich dort in einer wichtigen Phase seiner Entwicklung. Ein erneuter Vereinswechsel nach wenigen Monaten könnte seinen bisherigen Fortschritt gefährden.
Auch Łukasz Wiśniowski spricht sich deshalb gegen einen kurzfristigen Transfer aus. Der polnische Journalist hofft darauf, dass der 19-Jährige seine aktuelle Situation nicht vorschnell verändert.
„Es könnte ihm im Kopf schwirren, aber ich hoffe, dass sein Umfeld die Situation ein bisschen abkühlt. Wenn ich an einen potenziellen Transfer im Winter denke, erscheint mir das absurd.“
Damit macht Łukasz Wiśniowski deutlich, dass er einen Wechsel während der laufenden Saison für verfrüht hält. Der Mittelfeldspieler hat bei RB Salzburg gute Voraussetzungen, um sich sportlich weiterzuentwickeln. Ein Wechsel zu einem größeren Verein könnte zwar zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, gleichzeitig aber auch neue Schwierigkeiten mit sich bringen.
Der Journalist verweist deshalb ausdrücklich auf die aktuelle Situation des Spielers: „Er ist in einer guten Umgebung, man sieht, dass er sich gut angepasst hat, er fühlt sich hervorragend, entwickelt sich ausgezeichnet – warum sollte man das schon im Winter „zerstören“?“
Für Borussia Dortmund bedeutet das zunächst, dass ein möglicher Transfer im Januar kaum realistisch erscheint. Allerdings gilt diese Einschätzung ebenso für die anderen Interessenten. Auch Brighton und der FC Porto müssten sich demnach bis zum Sommer gedulden. Hinzu kommt, dass RB Salzburg keinen unmittelbaren Verkaufsdruck verspürt. Bartosz Mazurek besitzt bei den Österreichern noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031. Der Klub könnte deshalb eine hohe Ablösesumme verlangen, sollte tatsächlich ein Verein konkrete Verhandlungen aufnehmen.
BVB beobachtete Bartosz Mazurek bereits vor Salzburg-Wechsel
Dass Borussia Dortmund überhaupt mit dem polnischen Talent in Verbindung steht, hat seinen Ursprung bereits in der vergangenen Saison. Damals spielte Bartosz Mazurek noch für Jagiellonia Białystok in seiner Heimat. Besonders während der internationalen Auftritte des polnischen Erstligisten machte der Offensivspieler auf sich aufmerksam. Im Rückspiel der Conference-League-Zwischenrunde gegen die AC Florenz erzielte er drei Treffer und stellte damit seine außergewöhnlichen Fähigkeiten unter Beweis.
Die Leistungen blieben auch außerhalb Polens nicht unbemerkt. Nach Informationen von „WP SportoweFakty“ beobachteten sowohl Borussia Dortmund als auch Brighton & Hove Albion den Nachwuchsspieler gegen Ende der vergangenen Saison. Zu konkreten Verhandlungen kam es damals allerdings nicht. Stattdessen überzeugte RB Salzburg den Mittelfeldspieler mit einer sportlichen Perspektive und sicherte sich schließlich seine Dienste. Rund sechs Millionen Euro sollen die Österreicher für den Transfer bezahlt haben.
In Salzburg entwickelte sich Bartosz Mazurek anschließend schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Der 19-Jährige überzeugt besonders durch seine technischen Fähigkeiten, seine Kreativität und seine Vielseitigkeit im offensiven Mittelfeld. In der laufenden Saison gelangen ihm bislang zwei Tore und drei Vorlagen. Auch in der polnischen U21-Nationalmannschaft machte er zuletzt auf sich aufmerksam. Beim 3:0-Erfolg gegen Schweden erzielte der Nachwuchsspieler gleich zwei Treffer und unterstrich damit seine gute Form.
Für Borussia Dortmund könnte Bartosz Mazurek vor allem mit Blick auf die langfristige Kaderplanung interessant sein. Im Mittelfeld der Schwarz-Gelben stehen in den kommenden Monaten möglicherweise wichtige Veränderungen bevor. Marcel Sabitzer besitzt beispielsweise nur noch einen Vertrag bis zum Sommer 2027. Gleichzeitig gibt es immer wieder Spekulationen über die Zukunft von Felix Nmecha. Sollte Borussia Dortmund auf einer oder mehreren Positionen nachlegen müssen, könnte ein junger und entwicklungsfähiger Spieler wie Bartosz Mazurek ins Profil passen.
Allerdings handelt es sich dabei bislang lediglich um eine mögliche sportliche Überlegung. Konkrete Verhandlungen zwischen Borussia Dortmund und RB Salzburg sind nicht bekannt.
Brighton macht dem BVB ebenfalls Konkurrenz
Neben dem FC Porto könnte vor allem Brighton & Hove Albion zu einem ernsthaften Konkurrenten werden. Der englische Erstligist soll Bartosz Mazurek bereits seit längerer Zeit beobachten und beschäftigt sich offenbar intensiv mit einer Verpflichtung. Nach Informationen des britischen Portals „TEAMtalk“ gehört der Pole sogar zu den wichtigsten Transferzielen für das kommende Winterfenster. Allerdings rechnen auch die britischen Journalisten eher mit einem Wechsel im Sommer 2027.

Brighton hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als Ausbildungsverein für junge Talente gemacht. Der Premier-League-Klub verpflichtet regelmäßig Nachwuchsspieler und entwickelt sie anschließend weiter. Für Bartosz Mazurek könnte diese Perspektive durchaus interessant sein. Gleichzeitig würde ein Wechsel nach England jedoch einen großen sportlichen Schritt bedeuten. In der Premier League müsste sich der 19-Jährige gegen deutlich erfahrenere Konkurrenten behaupten.
Darüber hinaus sollen auch Benfica Lissabon und der FC Porto den polnischen Mittelfeldspieler auf ihrer Liste haben. Die Konkurrenz um Bartosz Mazurek ist damit groß. Borussia Dortmund müsste nicht nur RB Salzburg von einem Verkauf überzeugen, sondern dem Spieler auch eine attraktive sportliche Perspektive bieten. Gerade die Vielzahl der Interessenten könnte mögliche Verhandlungen zusätzlich erschweren.
