Wer ist der Königstransfer im Sturm? Der Kampf um den Status des besten Offensivneuzugangs beim FC Barcelona ist in dieser Saison voll entbrannt. Karim Adeyemi (24) und Anthony Gordon (25) streiten sich um den Titel.
Insgesamt vier Jahre lief Adeyemi für Borussia Dortmund auf. Seine Zeit von 2022 bis zu seinem Wechsel zu Barça im Sommer 2026 war geprägt von herrlichen Treffern, rasanten Tempodribblings, aber auch Phasen der Unbeständigkeit. Für die Schwarz-Gelben absolvierte er wettbewerbsübergreifend 146 Pflichtspiele und erzielte dabei 36 Tore. Die Westfalen erhielten für den Nationalspieler 22 Millionen Euro.
Lars Ricken (50) lobte den Angreifer zum Abschied. „Du hast tolle Bilder bei Borussia Dortmund kreiert, die wirklich lange bleiben“, erklärte der Sport-Geschäftsführer des BVB. Ein Teil der Fans trauerte dem pfeilschnellen Offensivmann und seinen genialen Momenten hinterher. Andere reagierten weniger bedauernd, da der gebürtige Münchener auch immer wieder mit extremen Leistungsschwankungen und mangelnder Konstanz zu kämpfen hatte.
Dass er in Spanien nun so aufblüht, sorgt bei vielen Dortmunder Anhängern für ungläubiges Staunen. Adeyemi trumpft dermaßen auf, dass er Gordon den Titel als bester Offensiv-Neuzugang streitig macht. Der Engländer kam im Sommer für 80 Millionen Euro von Newcastle United ins Camp Nou.
Wer ist wichtiger für Flick?
Adeyemi erweist sich aufgrund seiner Ablöse fast schon als Transfer-Schnäppchen. In zehn Pflichtspielen für die Katalanen stand er 355 Minuten auf dem Platz und steuerte in dieser kurzen Zeit bereits vier Tore sowie drei Assists bei. Er beeindruckt mit einer herausragenden Scorer-Quote. Dank seiner enormen Flexibilität wirbelt er im Sturm auf jeder Position. Vor allem seine Qualität als Edeljoker macht ihn zur Geheimwaffe. Kommt er von der Bank, verändert der Ex-BVB-Profi sofort die Statik des Spiels.

Die Befürworter Gordons betonen, dass sich dessen Wert nicht nur an nackten Zahlen messen lasse. Zwar schlagen bei dem Flügelstürmer aus England in zehn Spielen und 554 Einsatzminuten „nur“ zwei Tore und fünf Vorlagen zu Buche. Doch seine Tiefenläufe über die linke Außenbahn haben das gesamte Offensivspiel der Katalanen revolutioniert. Durch seine permanente Präsenz auf dem Flügel schafft er Räume und ermöglicht es Raphinha (29), ins Sturmzentrum zu rücken. Ein genialer Schachzug, denn auf dieser Position explodierte der Brasilianer förmlich und erzielte in gerade einmal acht Spielen fabelhafte 14 Tore und drei Assists.
Adeyemi oder Gordon: Wer macht Hansi Flicks Barça unberechenbarer? Die Entscheidung ist noch lange nicht gefallen. Neue Erkenntnisse liefert die Partie am Samstag (17. Oktober) beim Tabellendritten Betis Sevilla.
