Nach dem 2:2 gegen Werder Bremen und der 0:1-Niederlage beim FK Bodö/Glimt hat Borussia Dortmund auch das dritte Spiel nach der Länderspielpause nicht gewinnen können. Beim 1. FC Union Berlin kam die Mannschaft von Trainer Niko Kovac am Samstagnachmittag nicht über ein 0:0 hinaus. Die Enttäuschung darüber war anschließend deutlich spürbar.
„Wir haben es zu wenig geschafft, den Gegner vor mehr Probleme zu stellen, ihn zu stressen, mehr die Tiefe zu attackieren, einfach immer wieder mal gefährlich zu werden. Das hat uns heute gefehlt. Am Ende hast du dann ein 0:0, und das ist bitter und tut weh“, machte Gregor Kobel bei Sky keinen Hehl daraus, mit dem einen Punkt nicht zufrieden zu sein und konnte sich dementsprechend auch über die eigene weiße Weste nur bedingt freuen.
Auch Waldemar Anton sieht derzeit Probleme am und im gegnerischen Strafraum: „Wir haben aktuell im letzten Drittel unsere Dinge, die wir nicht gut machen, wo wir einfach eine falsche Entscheidung treffen“, wird der Nationalspieler zitiert, der auf der Vereinshomepage aber auch gleich wieder den Blick nach vorne richtete: „Das kann man aber gut aufarbeiten, gut analysieren. Deswegen muss man da einfach ruhig bleiben. Wie gesagt, wir haben eine junge Mannschaft. Das werden wir aufarbeiten und dann noch besser machen. Das ist eine Erfahrung, die wir gerade machen, alle gemeinsam. Wir müssen und die Dinge wieder erkämpfen und erarbeiten. Das Quäntchen Glück, was dann auch im letzten Drittel fehlt, musst du dir erarbeiten. Das werden wir in den nächsten Tagen machen.“
Book erkennt ein Muster
Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book machten derweil kein Geheimnis aus ihrer Unzufriedenheit. „Wir sind enttäuscht. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Um die Tiefe bespielen zu können, muss man auf dem ganzen Feld ein bisschen mutiger spielen. Damit haben wir viel zu spät angefangen“, so Book, der ein Muster erkannt hat: „Das große Problem ist: Wenn wir mutiger werden, dann spielen wir auch echt guten Fußball, dann können wir den Gegner auch unter Druck setzen. Wenn wir zurückliegen, wie in Norwegen, oder wenn wir das Gefühl haben, am Ende läuft die Zeit weg, werden wir deutlich besser. Das ist das Thema, dem wir uns widmen sollten.“

Ähnlich sah es auch Ricken, der aus Berlin die Hoffnung auf Besserung mitnimmt: „Wir haben gesehen, wenn wir in unser Spiel gekommen sind und auch versucht haben, klar nach vorne zu spielen, dann haben wir auch unsere Torchancen bekommen.“
