Adi Hütter (56) weiß, wie es geht. Von den jüngsten 15 Spielen von Eintracht Frankfurt im Dortmunder Signal Iduna Park verloren die Hessen exakt 14. Nur eines nicht.
Am 3. April 2021 kam es zu dem kleinen Fußball-Wunder. Für den BVB fing das Duell maximal unglücklich an. Dortmunds Verteidiger Nico Schulz (33) beförderte den Ball nach nur elf Minuten in das eigene Tor. Kurz vor dem Pausenpfiff besorgte Mats Hummels (37) aus kurzer Entfernung den 1:1-Ausgleich. Das letzte Wort hatten jedoch die Adlerträger, als André Silva (30) eine Hereingabe von Filip Kostic (33) zum Sieg einköpfte. Der Mann damals auf der Frankfurter Trainerbank ist exakt derjenige, der auch am frühen Samstagabend (24. Oktober, 18:30 Uhr) die SGE coachen wird.
„Ich kann mich sehr gut an den 2:1-Sieg erinnern: Flanke Kostic, Kopfballtor Silva“, berichtet Hütter auf der Pressekonferenz vor dem BVB-Spiel. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Begegnung ohne Zuschauer ausgetragen werden. Mit einem Blick auf die übrigen Duelle erklärt der Österreicher: „Generell in Dortmund zu bestehen, ist aber nie einfach, sie zählen zu den deutschen Top-Mannschaften und sind regelmäßig in der Champions League vertreten.“ Die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen, ist für den Eintracht-Trainer aber keine Option, denn schließlich beginne „jedes Spiel von Neuem“.
Die Trauben in Dortmund hängen „etwas höher“
Nach dem 0:6-Debakel in Leipzig rehabilitierten sich die Mainstädter am vergangenen Spieltag mit einem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln. An diese Leistung gelte es anzuknüpfen, fordert Hütter, und zwar „defensiv läuferisch, kämpferisch und taktisch“. Und weiter: „Uns hat der Heimsieg gegen Köln sehr gutgetan. Die Mannschaft hat gezeigt, dass man mit Leidenschaft, Energie und unbedingtem Willen gute Spiele machen kann – das muss unser Ansatz sein.“
Hütter spart nicht mit Lob für den BVB. „Es erwartet uns in Dortmund eine Top-Mannschaft“, zeigt sich der 56-Jährige begeistert. Borussia-Trainer Niko Kovac („mit dem ich persönlich sehr gut befreundet bin“) besitze „eine klare Idee vom Fußball“.

Um aus dem Signal Iduna Park etwas mitzunehmen, müsse seine Elf die eigenen „Chancen nutzen, um Druck aufzubauen“. Allerdings würden die Trauben dort schon „etwas höher“ hängen. Hütters Plan lautet daher: „Gemeinsam, geschlossen verteidigen und angreifen. Wenn die Leistung stimmt, werden wir ein entsprechendes Ergebnis erzielen können.“
Der Frankfurter Chef-Trainer weiß ja, wie es geht.
