Nach starken Leistungen im BVB-Trikot soll Waldemar Anton langfristig in Dortmund bleiben. Doch die Vertragsgespräche gestalten sich offenbar schwierig.
Borussia Dortmund will langfristig mit Waldemar Anton planen. Doch die angestrebte Vertragsverlängerung mit dem Innenverteidiger gestaltet sich offenbar schwieriger als erwartet. Zwischen dem BVB und dem 30-Jährigen gibt es derzeit unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der finanziellen Rahmenbedingungen.
Wie die Sport Bild berichtet, haben die Dortmunder Verantwortlichen dem Nationalspieler bereits ein erstes Vertragsangebot vorgelegt. Dieses soll Anton allerdings nicht überzeugt haben. Demnach wünsche sich der Abwehrspieler eine höhere finanzielle Wertschätzung seiner Leistungen. Seine Berater sollen deshalb ein Gegenangebot eingereicht haben, über das die BVB-Bosse nun entscheiden müssen.
Eine schnelle Einigung zeichnet sich aktuell nicht ab. Dennoch sollen die Gespräche in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Antons derzeitiger Vertrag läuft noch bis Sommer 2028. Sportlich gehört Anton längst zu den wichtigsten Spielern der Dortmunder. Seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart im Sommer 2024, für den der BVB rund 22,5 Millionen Euro bezahlte, absolvierte der Verteidiger 100 Pflichtspiele. Dabei gelangen ihm sechs Treffer und vier Vorlagen.
Waldemar Anton ist für den BVB unverzichtbar
Besonders unter Trainer Niko Kovac nimmt Anton eine zentrale Rolle ein. Der Coach schätzt neben seinen defensiven Qualitäten vor allem dessen Führungsstärke. „Waldi ist ein Leader, aber was mir viel wichtiger ist: Er ist einer, der vorangeht, einer, der 24 Stunden, sieben Tage die Woche den Fußball denkt, isst, schläft, trinkt und einer, der seine Mitspieler unterstützt“, lobte Kovac seinen Abwehrchef.

Auch Mitspieler Nico Schlotterbeck unterstrich zuletzt Antons Bedeutung für die Mannschaft. „Wenn Waldi in der Mitte spielt und ich links, dann ist er der Chef, weil er die Linie vorgibt. Er kommuniziert auch lauter“, erklärte der Nationalspieler. Für Dortmund dürfte eine Verlängerung deshalb hohe Priorität besitzen.
Sollte bis zum kommenden Sommer keine Einigung erzielt werden, könnte auch ein möglicher Verkauf zum Thema werden. Schließlich würde Anton dann nur noch ein Jahr unter Vertrag stehen. Zunächst hoffen die Verantwortlichen jedoch darauf, die finanziellen Differenzen auszuräumen und ihren Abwehrchef langfristig zu binden.

