Nmecha glänzt, Svensson im Glück: Die BVB-Profis gegen Elversberg in der Einzelkritik

Borussia Dortmund holt dank Doppelpacker Felix Nmecha einen 2:1-Arbeitssieg gegen die SV Elversberg. Die BVB-Profis in der BVBWLD-Einzelkritik.

Gregor Kobel: Im ersten Durchgang kaum gefordert. Direkt nach der Pause rettete er überragend per Fußabwehr gegen Onyeka. Beim sehenswerten Seitfallzieher von Futkeu war er absolut machtlos. Note: 2,5.

Waldemar Anton: Agierte grundsolide. Zeigte sich in einigen Umschaltsituationen des Aufsteigers jedoch zu passiv und brachte sein Team dadurch in Bedrängnis. Holte sich in der Schlussphase die Gelbe Karte ab. Note: 3,5.

Joane Gadou (bis zur 67. Minute): Als Rechtsverteidiger in der Startelf. Lieferte sich ein intensives Duell mit dem quirligen Krattenmacher und offenbarte dabei defensive Stellungsfehler und Abstimmungsprobleme. Nach vorne kam von ihm recht wenig. Note: 4.

Nico Schlotterbeck: Ein ungewohnt fehlerbehafteter Auftritt. Im Spielaufbau streute er zwar vereinzelt kluge Bälle ein, im Defensivverhalten wackelte er gegen mutig nachrückende Elversberger aber mehrfach. Beim Gegentreffer stimmte die Zuordnung in der Innenverteidigung überhaupt nicht. Note: 4.

Jobe Bellingham (bis zur 86. Minute): Sehr unglücklicher Auftritt. Zwar feuerte er direkt nach dem Seitenwechsel einen gefährlichen Flachschuss ab (46.), agierte im letzten Drittel ansonsten jedoch meist zu umständlich oder blieb in der vielbeinigen SVE-Abwehr hängen. Note: 4.

Joey Veerman: Gewohnt passsicherer Taktgeber im Zentrum. Hatte bereits im ersten Durchgang die höchste Pass-Effizienz aller Spieler auf dem Rasen und glänzte mit hoher Laufbereitschaft. Er hielt beim BVB in den hektischen Phasen die nötige Struktur aufrecht. Note: 2,5.

Felix Nmecha: Trotz einer frühen Gelben Karte zog er das Spiel im zweiten Durchgang komplett an sich. Das 1:0 schweißte er flach und präzise aus 18 Metern ein. Beim 2:0 packte er einen absoluten 124-km/h-Hammer aus der Distanz aus. Ein starker Auftritt des Nationalspielers. Note: 1,5.

Chukwuemeka im Pech

Daniel Svensson: Hatte nach 20 Minuten riesiges Glück, dass sein Einsteigen gegen Pinckert ungeahndet blieb. Eine Karte wäre durchaus vertretbar gewesen. Rein sportlich steigerte sich der Schwede im Spielverlauf deutlich, spulte enorme Meter ab und gehörte zu den laufstärksten Borussen auf dem Platz. Note: 3.

Carney Chukwuemeka (bis zur 34. Minute): Über die linke Seite setzte er sich im Eins-gegen-eins mehrfach stark durch. Musste angeschlagen früh raus. Note: 3,5.

Nico Schlotterbeck und Ramy Bensebaini
Foto: Getty Images

Konstantinos Karetsas (bis zur 67. Minute): Startete auf dem Flügel für Ryerson, blieb über weite Strecken jedoch blass und harmlos. Kurz nach der Pause prüfte er Kristof mit einem Abschluss (53.). Ließ aber insgesamt Torgefahr missen. Note: 4.

Fábio Silva (bis zur 86. Minute): Nach einem gefährlichen Distanzschuss in der 16. Minute vergab er nach knapp einer halben Stunde die absolute Riesenchance zur Führung. Dennoch blieb er stets gefährlich und krönte seine Leistung schließlich als Vorbereiter des ersten Treffers. Note: 2.

Einwechselspieler:

Maximilian Beier (ab der 34. Minute): Kam früh für den verletzten Chukwuemeka. Leitete das zweite Tor mit einem guten Ballgewinn ein, wirkte ansonsten im Spiel nach vorne aber oft isoliert. Note: 4.

Ramy Bensebaini (ab der 67. Minute): Ersetzte Gadou, rückte in die neu formierte Dreierkette und fügte sich defensiv ordentlich ein. Note: 3,5.

Julian Ryerson (ab der 67. Minute): Brachte auf der rechten Außenbahn die gewohnte Stabilität. Rettete kurz vor dem Schlusspfiff in höchster Not im eigenen Sechzehner (85.). Note: 3,0.

Marcel Sabitzer (ab der 86. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.

Ethan Nwaneri (ab der 86. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.

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