Es war das seit Wochen mit Spannung erwartete Topspiel der Liga. Vor exakt 6116 Zuschauern im Stadion Niederrhein trennten sich Tabellenführer Rot-Weiß Oberhausen und Verfolger Borussia Dortmund II mit einem torlosen Remis.
Nach dem Abpfiff bemängelte BVB-Kapitän Jesper Verlaat (30) die fehlende Durchschlagskraft der Offensive. „Wir sind in der ersten Halbzeit in den ersten Minuten eigentlich gut reingekommen“, blickt der Innenverteidiger gegenüber Reviersport zurück. RWO hätte „genauso gespielt, wie wir es erwartet haben. Volles Mann gegen Mann. Sie gehen vorne drauf und suchen bei Balleroberungen schnell die Tiefe.“ Gegen die stärkste Defensive der Regionalliga West sei seinem Team aber nur „wenige Durchbrüche“ gelungen.
Obgleich „offensiv nicht zwingend genug“, sei er als Abwehrspieler „glücklich, dass wir uns hinten in alles reingeworfen haben“. Mit dem Punktgewinn auswärts beim Tabellenführer sei er letztendlich „sehr zufrieden“.
Due U23 von Borussia Dortmund blieb nun schon zum zweiten Mal in Folge ohne eigenen Treffer. Auf das 0:1 zu Hause gegen den FC Gütersloh folgte jetzt das 0:0 in Oberhausen. Das Duell gegen den Tabellenführer, der den Aufstieg in die 3. Liga anstrebt, sei „das erste Spiel“ gewesen, „in dem du sagen kannst, dass wir keine Torchancen hatten“, meint Verlaat.
„Oberhausen hat es gut gemacht“
Der BVB-Kapitän macht für die fehlende Torgefahr in erster Linie die Leistung der Gastgeber sowie den ramponierten Rasen verantwortlich. Verlaat führt aus: „Oberhausen hat es gut gemacht. Der Boden war irgendwann sehr tief. Das Spiel wurde sehr schwer und es war einfach sehr wild. Oberhausen hat das durch schnelle Pässe nach vorne auch provoziert.“

Vom Aufstiegsrennen will der Kapitän des Tabellenzweiten allerdings nichts wissen. „Wir sehen uns nicht als Jäger, sondern als U23-Mannschaft“, stellt der Routinier, der im vergangenen Sommer von 1860 München zu BVB II gewechselt ist, klar. Mit nun 35 Zählern sind die Schwarz-Gelben weiterhin schärfster Verfolger von RWO.
