4 Faktoren, die für einen BVB-Sieg in Frankfurt sprechen

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Nach dem absoluten Highlight gegen Barcelona wartet am Wochenende wieder der gewohnte Alltag in der Bundesliga auf den BVB. Doch auch der gestaltet sich durchaus reizvoll. Schließlich reist der BVB-Tross am Sonntag nach Frankfurt. Um 18:00 Uhr wird die Partie in einem der stimmungsvollsten Stadien der Republik angepfiffen. Und Borussia Dortmund darf sich aus vier Gründen berechtigte Hoffnungen auf den nächsten Dreier in der Bundesliga machen.

Längere Verschnaufpause für den BVB

Der BVB trat am Dienstag Abend bereits gegen den FC Barcelona in der Champions League an. Eintracht Frankfurt musste fast 48 Stunden später gegen den FC Arsenal London ihre Europapokal-Saison eröffnen. Beide Mannschaften treffen am Sonntag Abend um 18:00 Uhr im direkten Duell aufeinander. Damit hat Eintracht Frankfurt nur zwei Tage zwischen den beiden Spieltagen für die Regeneration und zum Schärfen der Sinne für die nächste Aufgabe zur Verfügung. Borussia Dortmund hatte hingegen von Mittwoch bis Samstag vier spielfreie Tage Zeit, sich auf den Gegner einzustellen.

Hinzu kommt: Das Spiel von Eintracht Frankfurt ist extrem laufintensiv und dementsprechend kräftezehrend. Das machte sich auch im vergangenen Jahr vor allem im Endspurt der Bundesliga bemerkbar. Während die Eintracht es in der Europa League auch im Viertel- und Halbfinale immer wieder schaffte, letzte Kraftreserven zu mobilisieren, ging den Adlerträgern in der Bundesliga zum Saisonfinale hin langsam aber sicher die Puste aus. Nun stehen alle Teams noch am Anfang der Saison. Dennoch ist davon auszugehen, dass Eintracht-Coach Adi Hütter seine erste Elf für das Dortmund-Spiel auf einigen Positionen belastungsbedingt umbauen wird. „Wir werden personell sicherlich nicht die gleiche Mannschaft auf den Platz bringen wie am Donnerstag“, kündigte der österreichische Fußball-Lehrer bereits an.

Schwung aus dem Europapokal nur für Dortmund

Zu der kräftigen Belastung in der Europa League kommt bei Eintracht Frankfurt hinzu, dass sie einen Dämpfer hinnehmen mussten. Nach der bitteren 2:1-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den FC Augsburg verlor Frankfurt auch zum Auftakt in der Europa League gegen den FC Arsenal. Den Zahn zog der Eintracht in dieser Partie keiner der großen Stars, sondern der erst 18-jährige Bukayo Saka mit einem Tor und zwei Vorlagen. Zu inkonsequent zeigte sich Frankfurt in den defensiven Zweikämpfen, was auch Coach Hütter bemängelte: „Mir ist es zu einfach zu sagen, dass es nur mit der letzten Reihe zu tun hat. Wir waren vielleicht zu euphorisch im Spiel nach vorne.“

Ganz anders Borussia Dortmund. Der BVB spielte zwar auch nur Unentschieden. Allerdings ging es mit dem FC Barcelona gegen eines der renommiertesten Teams Europas. Die Blaugrana konnten sich nach einer bärenstarken Leistung der Dortmunder vor allem bei ihrem deutschen Schlussmann Marc-Andre ter Stegen bedanken, dass es zu einem Unentschieden reichte. Marco Reus vergab mehrere Möglichkeiten, unter anderem einen Elfmeter. Der einzige, der ter Stegen überwinden konnte, war Julian Brandt. Der Blondschopf traf die Latte krachend. Trotz der Punkteteilung nimmt der BVB einiges an Rückenwind aus dieser couragierten Leistung mit in die Bundesliga.

Aufsteigende Form der Dortmunder Profis

Generell ist ein enormer Formanstieg bei den BVB-Profis zu verzeichnen. Nach der mauen Leistung gegen den 1. FC Köln am zweiten Spieltag, die immerhin nicht bestraft wurde (3:1), und dem katastrophalen Auftritt bei Union Berlin eine Woche später (1:3), kam der BVB fulminant aus der Länderspielpause. Mit 4:0 wurde Bayer Leverkusen aus dem Stadion geschossen. Der wiedergenesene Axel Witsel zeigte direkt wieder, wie wichtig er für das Dortmunder Spiel ist, Marco Reus wirbelte wie eh und je und fand auch wieder zu seiner Torgefährlichkeit. In dieser Verfassung ist der BVB für jede Mannschaft ein sehr gefährlicher Gegner.

Dortmund kann eventuelle Patzer der Konkurrenz ausnutzen

Eine zusätzliche Motivationsspritze könnte der BVB durch die Ergebnisse der Konkurrenz bekommen. Denn ja, es sind erst vier Spieltag gespielt, und ja, die Spitze der Bundesliga liegt noch sehr eng zusammen – den Tabellenführer aus Leipzig und den Achten aus Leverkusen trennen gerade einmal drei Pünktchen. Dennoch kann nach den bisherigen Leistungen davon ausgegangen werden, dass die Top-Drei-Anwärter auf die Deutsche Meisterschaft aus Leipzig, München und Dortmund kommen werden.

Und die beiden großen Konkurrenten sind schon am Samstag im Einsatz. Der FC Bayern München empfängt um 15:30 Uhr den 1. FC Köln in der Allianz Arena. Und um 18:30 Uhr reist RB Leipzig zum Topspiel nach Bremen. Sollte einer der beiden Gegner um die Schale – oder gar beide – am Samstag patzen, dürfte dies eine Extra-Portion Motivation für die BVB-Profis darstellen. Schließlich können die Schwarz-Gelben am Samstag die Konkurrenz beobachten und am Sonntag selbst nachziehen.

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