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Favre auf den Spuren von Kovac: Aus #KovacOut wird #FavreOut

Niko Kovac und Lucien Favre
Foto: CHRISTOF STACHE,INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Nach dem unrühmlichen 3:3-Unentschieden gegen den Tabellenletzten SC Paderborn leuchten bei Borussia Dortmund die Alarmglocken. Die Luft für BVB-Coach Lucien Favre wird immer dünner. Der 62-jährige Schweizer erhält kommende Woche gegen den FC Barcelona eine letzte Chance das Ruder zu seinen Gunsten umzureißen. Bei einer Niederlage droht Favre das vorzeitige Aus. Kurios: Vieles beim BVB erinnert derzeit an die Situation rund um Niko Kovac und den FC Bayern in den vergangenen Wochen.



Während sich der FC Bayern seit Anfang November auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer befindet, könnte man auch in Dortmund ab Dezember selbiges tun. Lucien Favre ist nach dem 3:3-Unentschieden gegen den SC Paderborn angezählt und steht kurz vor dem Aus beim BVB. Bei einer Niederlage am kommenden Mittwoch in der Champions League gegen den FC Barcelona, dürfte das Kapitel Favre beim BVB nach knapp 1,5 Jahren vorzeitig zu Ende gehen.

Kurioserweise spielen sich in Dortmund derzeit ähnliche Szenen und Mechanismen ab, wie vor einigen Wochen beim Kovac-Rauswurf in München.

Vieles beim BVB erinnert an das Kovac-Aus bei den Bayern

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Kurz vor seinem Rauswurf beim FC Bayern hatte sich Niko Kovac über die permanenten Trainer-Debatten in der Fussball Bundesliga geärgert und dabei seinen Kollegen Lucien Favre öffentlich den Rücken gestärkt. Favre stand Ende Oktober unter (massiver) Kritik von Fans und Medien. Kovac äußerte sich damals wie folgt dazu: „Lucien Favre ist mit 15 Punkten Vierter, jetzt hat er ein Spiel verloren, ist aber in der Champions League dran, auch im Pokal weiter – und alles schlecht. Dann werden Namen gehandelt – ich verstehe es nicht.“

Der 48-jährige Kroate forderte damals mehr „Respekt“ für sich und seine Trainerkollegen ein. Vergleicht man die Situation von Kovac vor seinem Aus beim FC Bayern und der aktuellen Lage von Favre, erkennt man erstaunlicherweise viele Parallelen.

Der BVB hat in der laufenden Saison 19 Pflichtspiele unter Favre bestritten und nur drei davon verloren. Im Pokal steht man im Achtelfinale, in der Champions League hat man nach wie vor gute Chancen in Sachen Weiterkommen und selbst in der Liga sind es „nur“ 5 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Gladbach bei noch 22 zu absolvierenden Spielen. Rein objektiv betrachtet gibt es überhaupt keinen Grund „panisch“ zu werden in Dortmund.

Auch Kovac hatte ähnliche Zahlen, Daten und Fakten vorzuweisen, musste am Ende dennoch gehen. Die Verantwortlichen in München deuteten nach der Entlassung an, dass Kovac nicht in der Lage war das Potenzial der Mannschaft voll auszuschöpfen. Favre muss sich derzeit genau die gleiche Kritik anhören. Mehr als 120 Millionen Euro hat der BVB vergangenen Sommer in neue Spieler investiert, spielerisch hinkt man den eigenen Erwartungen jedoch nach wie vor weit hinterher.

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Eine weitere Parallele: Die Spieler scheinen auf dem Platz nicht das abzurufen, was sie eigentlich können. Nach den Spielen stellt man sich jedoch „schützend“ vor den eigenen Trainer und zeigt sich selbstkritisch. Bestes Beispiel hierfür ist Mats Hummels und seine Aussagen nach dem Paderborn-Spiel: „Ich will ganz deutlich sagen: Es hat nichts mit der Trainerposition zu tun.“ Fakt ist aber, dass viele BVB-Profis aktuell weit hinter ihren eigenen Möglichkeiten bleiben. Wie schnell Fussball-Profis den Hebel umschalten können, sieht man derzeit eindrucksvoll in München unter Interimscoach Hansi Flick.

Auffällig ist auch die Tatsache, dass sich die BVB-Fans mittlerweile von Favre abgewandt haben. Am einfachsten erkennt man dies an den Reaktionen und Kommentaren in den sozialen Netzwerken. Auf Twitter z.B. ist der #FavreOut schon längst weit verbreitet. Auch bei Kovac gab es den identischen Hashtag – das Ende ist bekannt.

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