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BVB-Präsident gesucht – Reinhard Rauball kandidiert nicht mehr

Reinhard Rauball
Foto: IMAGO

Eine Ära endet. Dr. Reinhard Rauball kandidiert bei der Mitgliederversammlung des BV. Borussia 09 e.V. Dortmund im November nicht mehr für das Präsidentenamt. Das gab der Verein heute auf seiner Website bekannt. Ein Nachfolger des 75-Jährigen steht bereits in den Startlöchern.



Insgesamt 23 Jahre und drei Amtszeiten führte Rauball als Präsident den Verein: 1979 bis 1982, 1984 bis 1986 und seit 2004. Als er 1979 erstmals gewählt wurde, ging der damals 32 Jahre alte Jurist als jüngster Präsident eines Fußball-Bundesligisten in die Geschichte ein. Dank seines unermüdlichen Einsatzes verhinderte er mehr als einmal den Konkurs des in finanzielle Schieflage geratenen BVB – zuletzt 2006.

Er habe das Amt mit viel „Herzblut ausgefüllt“, erklärt der 75-Jährige. Während „jeder Minute“ seiner Amtszeit sei er „stolz gewesen, Präsident dieses großartigen Vereins sein zu dürfen“. Ergänzend fährt er fort: „Es erfüllt mich mit großer Freude, dass ich gleich drei Mal die Ehre hatte, meiner Borussia, die so tief in die Gesellschaft hineinwirkt, als Präsident dienen und daran mitwirken zu können, sie aus schwierigen Situationen zu führen.“

Einer der größten Vereine in Deutschland

Unter der Ägide des gebürtigen Niedersachsen entwickelte sich der BVB mit mehr als 160.000 Mitgliedern zu einem der größten Vereine in Deutschland. Darauf ist Rauball stolz. „Rund 50 Millionen Menschen weltweit sind BVB-Fans bzw. -Sympathisanten“, erklärt er. Eine Zahl, die nur wenige Klubs vorweisen können.

Künftig wolle er wieder verstärkt an seiner Karriere „als Tennis- und Fußballspieler arbeiten“, verrät der Noch-Präsident der Schwarz-Gelben. Er versichert, dass er bis zum letzten Tag seiner Amtszeit und „selbstverständlich auch im Anschluss daran“ alles in seiner Macht Stehende zum Wohle des Vereins tun werde.

Besonders die dritte Amtszeit Rauballs ist von Erfolg gekrönt. Borussia Dortmund durfte sich zweimal als Deutscher Meister sowie sogar dreimal als DFB-Pokal-Sieger feiern lassen. 2013 standen die Westfalen zudem im Finale der Champions League. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (63) findet daher nur lobende Worte für den ehemaligen Vorsitzenden der Deutschen Fußball Liga (DFL). „Unser Präsident hat sich herausragende Verdienste um den BVB erworben“, wird Watzke zitiert. Persönlich verbinde Rauball und ihn „ein ganz außergewöhnliches, fast schon einzigartiges Vertrauensverhältnis“.

Als seinen Nachfolger wird Rauball dem Wahlausschuss seinen bisherigen Stellvertreter, Dr. Reinhold Lunow (68), vorschlagen.

 

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