BVB U23

„Wir werden die Probleme benennen“: BVB-U23-Coach Christian Preußer richtet den Blick nach vorne

Christian Preußer
Foto: IMAGO

Nico Schlotterbeck (22), Jude Bellingham (18) oder Youssoufa Moukoko (17): Diese BVB-Profis könnten aus Altersgründen noch in der U23 auflaufen. Doch der zweiten Mannschaft sind sie bereits lange entwachsen. Stattdessen sind sie bei der WM in Katar aktiv. Karrieren, denen andere junge Spieler nacheifern.



Marco Pašalić (22), Soumaïla Coulibaly (19), Marcel Lotka (21), Justin Njinmah (22) sowie Antonios Papadopoulos (23) standen in der aktuellen Saison bereits im Bundesligakader. Ihr gewöhnliches Arbeitsumfeld ist jedoch die 3. Liga. Durch ihre Nominierung für die erste Mannschaft fehlten sie U23-Cheftrainer Christian Preußer. Doch das ärgert den 38-Jährigen überhaupt nicht. „Ich freue mich total für jeden der Jungs, dass sie für die erste Mannschaft von Borussia Dortmund in der Bundesliga spielen dürfen“, beteuert Preußer via BVB-Website.

Nach 17 von 38 Runden belegt die Zweite der Schwarz-Gelben Platz 14 – zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Besonders der Saisonbeginn verlief äußerst schleppend. Von den ersten acht Begegnungen entschied der BVB-Nachwuchs lediglich eine für sich. Am vierten Spieltag gewannen die Westfalen vor der Rekordkulisse von 11.079 Zuschauern mit 1:0 gegen Rot-Weiss Essen.

In der Rückserie besser werden

„Wir hatten einen schwierigen Saisonstart. Anschließend folgte eine Phase, die richtig gut war. Und dann mussten wir in der letzten englischen Woche leider drei Niederlagen einstecken, die zum Teil vermeidbar gewesen wären“, urteilt Preusser. „Der bisherige Verlauf war etwas wellenförmig“, meint der gebürtige Berliner. „Jetzt gilt es, daran zu arbeiten, in der Rückserie besser zu werden und besser zu punkten.“

Bislang stehen für die U23 erst 13 Saisontreffer auf der Habenseite. Erfolgreichste Torschützen sind Rechtsverteidiger Pašalić und Mittelstürmer Moritz Broschinski (22), die jeweils lediglich dreimal einnetzten. Das missfällt auch dem Trainer: „Wir haben relativ wenige Tore geschossen. Auch die Spiele, die wir gewonnen haben, waren sehr knapp. Es wird weiter die große Herausforderung sein, dass wir mehr Tore schießen.“

Die letzten drei Partien dieses Jahres gingen allesamt verloren. Dadurch verdarb sich die Drittligavertretung eine bessere Platzierung. Vor allem die Niederlagen gegen Viktoria Köln (0:2) und Erzgebirge Aue (0:1) ärgern Preußer weiterhin. „Das waren ausgeglichene Spiele, die wir nicht verlieren dürfen.“ 2023 soll das nicht mehr passieren. „Wir werden die Probleme benennen, wir werden sie angehen und dann werden wir den Blick nach vorne richten“, resümiert der U23-Coach.

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