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„Ich kann meine Leistungen schon gut einordnen“ – Emre Can übt Selbstkritik

Emre Can
Foto: Getty Images

„Ich bin glücklich hier“, erklärt Emre Can. Der 29 Jahre alte BVB-Profi ist mehr als nur zufrieden in Dortmund. Abwanderungsgedanken hegt der Mittelfeldspieler keine. Cans Vertrag mit der Borussia läuft noch bis 2024. „Was danach passiert, ist noch weit weg“, meint der gebürtige Frankfurter.



In der laufenden Saison stand Can für die Schwarz-Gelben in 17 Partien auf dem Platz. Eine Torbeteiligung gelang ihm dabei nicht. In der Bundesliga setzte ihn Edin Terzić (40) lediglich dreimal in der Startelf ein – wenig für einen Routinier, der 37 Länderspiele in seiner Bilanz stehen hat. Der Mittelfeldmann ist selbst nicht zufrieden damit. „Sehr selbstkritisch“ sei er, gesteht Can im Interview mit dem Fachblatt Kicker. „Ich kann meine Leistungen schon gut einordnen – kritisch, aber auch dann, wenn ich finde, dass ich ein ordentliches Spiel gemacht habe und von außen schlechte Noten bekomme.“

In der bisherigen Saison sei er „nicht gut“ gewesen, urteilt Can. So ehrlich müsse er sein. „Ich kann viel mehr, das weiß ich. Das wissen auch viele im Verein. Mein Ziel ist es, das wieder abzurufen und dafür Gas zu geben. Vielleicht ist mein Fehler aber auch, dass ich manchmal zu viel will, da muss ich ruhiger werden.“

„Ich hatte auch gute Spiele“

Can stand bereits bei zahlreichen Top-Klubs in Europa unter Vertrag. Vor seiner Zeit beim BVB spielte er für den FC Liverpool und Juventus Turin. Can schätzt, dass er „im Ausland ein ganz anderes Standing“ habe, „in England zum Beispiel“. Er könne aber auch nicht sagen, „woran das liegt. Vielleicht respektiert man meine Leistungen da anders oder mag mich als Fußballer-Typ lieber.“ Der 29-Jährige glaubt, dass er in Deutschland „schon immer kritischer gesehen“ wurde.

Seine Zeit bei den Schwarz-Gelben bewertet er als verbesserungswürdig. „Ich weiß, dass ich nicht den besten Fußball gespielt habe, seit ich in Dortmund bin“, offenbart er freimütig. „Aber ich hatte auch gute Spiele, die vergangene Saison war persönlich gut, und das, obwohl ich größtenteils auf einer anderen Position gespielt habe.“ Aufgrund personeller Probleme musste Can als Innenverteidiger und sogar als Außenverteidiger aushelfen. „Es war nicht so schlecht, wie es oft dargestellt wird, zu dieser Meinung stehe ich“, resümiert der Mittelfeldspieler.

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