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„Mentalität, Willen und Aggressivität“ – So holten die BVB-Youngster mit der U17 den WM-Titel

Paris Brunner
Foto: IMAGO

Es ist der größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere als Fußballer. Paris Brunner, Almugera Kabar und Charles Herrmann (alle 17) feierten bei der Weltmeisterschaft in Indonesien mit der U17-Nationalmannschaft den Titel. Jetzt beginnt für die drei Dortmunder Jungs wieder der Bundesliga-Alltag.



Bayer Leverkusen ist am Samstag (9. Dezember, 11 Uhr) der erste Gegner nach der Rückkehr. Doch das BVB-Trio erinnert sich auf der Vereins-Website noch einmal an den großen Triumph. „Es war eine tolle Erfahrung, die uns keiner mehr nehmen kann“, freut sich Brunner, der zudem die Wahl zum besten Spieler des Turniers für sich entschied.

In der Vorrunde setzte sich die DFB-Auswahl unter Bundestrainer Christian Wück (50) mit drei Siegen über Mexiko (3:1), Neuseeland (3:1) und Venezuela (3:0) durch. In der K.-o.-Runde folgten bei schweißtreibenden Temperaturen hart erkämpfte Erfolge über die USA (3:2) und die spielstarken Spanier (1:0). „Es waren anstrengende Spiele bei 35 Grad. Gegen Spanien waren wir im Ballbesitz unterlegen, aber wir haben mit Mentalität, Willen und Aggressivität gespielt“, berichtet Torjäger Brunner, der fünf Treffer zum Turniergewinn beitrug. Noch im Oktober schien eine WM-Teilnahme nach seiner Suspendierung „aus disziplinarischen Gründen“ durch den BVB in weiter Ferne. Doch er erhielt eine neue Chance und nutzte sie.

„Den mache ich rein“

Sowohl das Halbfinale als auch das Endspiel entschied Deutschland erst im Elfmeterschießen für sich. Zuerst behauptete sich das DFB-Team gegen Argentinien mit 4:2. Im Duell um den Titel setzten sich Brunner, Kabar, Herrmann & Co. vom Punkt aus mit 4:3 durch. Kabar war derjenige, der den entscheidenden Strafstoß verwandelte. „Das war ein unbeschreibliches Gefühl, ich war voller Emotionen. Natürlich war ich etwas nervös, als ich zum Elfmeterpunkt gegangen bin. Aber als ich den Ball hingelegt habe, wusste ich sofort: Den mache ich rein“ , erzählt der Außenverteidiger.

Herrmann verletzte sich im Viertelfinale und verpasste dadurch die beiden letzten Begegnungen. Doch auch ihm bleibt die WM in bester Erinnerung. „Wir sind ins Turnier gestartet, um den Titel zu holen. Wir wussten, dass wir es mit unserer Qualität auf jeden Fall schaffen können. Der Zusammenhalt war wieder sehr groß“, sagt der Linksverteidiger, der voller Selbstbewusstsein in die kommenden Aufgaben der U19 des BVB geht: „Wir versuchen immer zusammenzuhalten, egal in welcher Situation. Jeder sollte jedem Vertrauen.“

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