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„Leider hat es nicht gereicht“: Kehl verkündet Ausfall von Malen

Sebastian Kehl
Foto: Getty Images

Schlechte Nachricht für Borussia Dortmund: Donyell Malen fällt für das Viertelfinalhinspiel in der Champions League bei Atlético Madrid aus. Der 25 Jahre alte Niederländer sei „ein bisschen infektiös geworden“, informiert Sebastian Kehl (44) am Dienstagmorgen vor dem Abflug in die spanische Hauptstadt.



„Leider hat es nicht gereicht“, sagt der BVB-Sportdirektor bedauernd. Doch Kehl hat auch eine gute Nachricht parat. „Aber ansonsten sind alle dabei“, erklärt er gegenüber Medienvertretern, bevor es mit der Maschine EW 1909 gen Madrid ging.

Der 44-Jährige freut sich auf die Partie gegen die „Colchoneros“. „Wir wissen, was uns erwartet – eine sehr intensive, hitzige Atmosphäre, ein Hexenkessel – und eine Mannschaft, die hart verteidigt. Wir werden viele Zweikämpfe führen, müssen robust sein, müssen uns wehren. Ansonsten werden wir nicht bestehen können“, ist der Manager der Borussia überzeugt.

Atlético „nicht so stabil“

Aktuell läuft es bei der Elf von Trainer-Legende Diego Simeone (seit 2011 im Amt) nicht so wie erhofft. Atlético steht in La Liga auf Rang vier – mit 17 Punkten Rückstand auf Lokalrivale und Tabellenführer Real. Der Tabellenfünfte und frischgebackene Pokalsieger Athletic Bilbao weist lediglich zwei Zähler weniger auf als das Simeone-Team. Atlético sei „nicht so stabil wie in den letzten Jahren“, urteilt Kehl daher, sagt aber auch: „Wir werden uns etwas einfallen lassen und wollen natürlich weiterkommen, das wäre ein großartiger Erfolg.“

Der 44-Jährige drückt den noch im Europapokal verbliebenen Teams aus der Bundesliga die Daumen. Ab der kommenden Spielzeit erhalten die beiden Länder jeweils einen zusätzlichen Platz in der „Königsklasse“, deren Vertreter in der laufenden Saison gemeinsam in der Ein-Jahres-Rangliste der UEFA am besten abgeschnitten haben. In diesem Ranking führt aktuell Italien mit 17,714 Zählern vor Deutschland (16,357) und England (16,250). Daher darf auch der Fünfte der Bundesliga auf eine Teilnahme an der Champions League hoffen.

„Wir wissen, wie die Konstellation in dieser doch recht speziellen Saison ist und natürlich verfolgen wir die anderen Ergebnisse“, teilt Kehl mit. „Grundsätzlich wäre es sehr, sehr hilfreich, wenn der FC Bayern weiterkommen würde, genauso wie Bayer Leverkusen“, betont er und macht sich auf den Weg nach Madrid.

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