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Presseschau zur neuen Situation von Sebastian Kehl beim BVB: „Ziemlich isoliert“

Sebastian Kehl
Foto: Getty Images

Viele Neuigkeiten gab es gestern zum Führungspersonal bei Borussia Dortmund. Lars Ricken wird ab dem 1. Mai neuer Geschäftsführer Sport, damit Nachfolger von Hans-Joachim Watzke. Sven Mislintat kehrt zurück. Und die Geschäftsführer Cramer und Treß verlängern ihre Verträge. Nur bei einem ändert sich formal nichts, de facto aber alles: Sportdirektor Sebastian Kehl. Was das bedeutet, interpretieren die Medien wie folgt.



„Bezüglich einer möglichen Vertragsverlängerung von Sebastian Kehl wird Lars Ricken im Sommer Gespräche aufnehmen“, heißt es in der Mitteilung des BVB zu dessen Zukunft. Womit eins klar ist: dass derzeit nichts klar ist.

Kehl hatte sich selbst Hoffnungen auf den Posten als Geschäftsführer Sport gemacht. Allerdings war man intern nicht ganz zufrieden mit seiner Arbeit am Kader – und auch nicht mit seiner Präsentation nach außen. An beidem hatte er sich zuletzt zwar erfolgreich gearbeitet, dennoch wurde ihm Lars Ricken vorgezogen.

Nun stehe Kehl „ziemlich isoliert“ da, kommentiert die Sportschau, denn Terzic verbinde mit Mislintat ein gutes Verhältnis, was ebenso für Berater Sammer und Ricken gelte. Kehl habe hingegen ein eher distanziertes Verhältnis zu Mislintat und seine Verbindung mit Terzic gilt als „als Zweckgemeinschaft denn als harmonisches Duo“. Die kommenden Wochen versprächen in jedem Fall Spannung abseits des Platzes bei Borussia Dortmund.

Sven Mislintat
Foto: HOMAS KIENZLE/POOL/AFP via Getty Images

Kehl und Mislintat hätten „belastetes“ Verhältnis

Als „Niederlage für Sebastian Kehl“ ordnet Spox die gestrigen Nachrichten ein. Dort heißt es gar, dass Kehls Verhältnis zu Mislintat „belastet“ sei. Mislintats klarer Fokus werde „auf seiner Kernkompetenz, der Kaderplanung, liegen. Dies war bislang eigentlich das Hoheitsgebiet von Sebastian Kehl, der mehr als deutlich in der Öffentlichkeit auf den Geschäftsführerposten schielte und nun doch Sportdirektor bleibt.“ Es komme nun darauf an, ob Mislintat sich tatsächlich auf seine Kernkompetenz beschränke. Dann könne auch Kehl davon profitieren, dessen „eher durchschnittlicher Transferpolitik“ könne Mislintats Kreativität und Expertise zugute komme.

Gar als „großen Verlierer“ der Neuordnung bezeichnet der Kicker Kehl. Und fügt in seiner Analyse an, dass weder die schwache Hinrunde noch das schnelle Ende von Assistent Stanic hätten nicht für Kehl gesprochen und die Kritiker gestärkt. Kehl, der von seinem Naturell her „kein Politiker“ sei, werde „sich die Frage stellen müssen, wie er mit den Personalentscheidungen umgeht und welche Schlüsse er daraus zieht. Neben dem erforderlichen Kader-Umbau wird die Zukunft Kehls eine der spannenden Fragen des Dortmunder Sommers werden.“

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