Interviews

„Die Tür ist auf“: Nuri Sahin über Test, Training und Tour

Nur Sahin
Foto: IMAGO

Der Trainer zeigt sich zufrieden. „Ich habe heute viel Gutes gesehen“, blickt Nuri Şahin (35) auf das Testspiel bei Erzgebirge Aue (1:1) zurück. Die mit zahlreichen Jugendspielern angetretene BVB-Auswahl lag bei dem Drittligisten lange Zeit in Führung, kassierte aber in der Schlussphase noch den Ausgleich. Mit Elias Benkara (17) trat ein A-Junior als Torschütze in Erscheinung.



Eine gute Leistung bot in der Partie gegen die Sachsen U23-Stürmer Julian Hettwer (21), der im zweiten Durchgang über die rechte Seite für viel Schwung sorgte. Da die EM-Teilnehmer sowie Copa-América-Starter Giovanni Reyna (21) sich noch im Urlaub von den Turnierstrapazen erholen, greift der Dortmunder Chef-Coach in der Vorbereitung auf Spieler aus U23 und U19 zurück. Für die Talente eine große Chance. „Von Tag eins machen es die Jungs sehr gut. Die Tür ist auf, sie müssen durchgehen. Das liegt an ihnen. Ich bin sehr glücklich, wie sie mitziehen. Sie saugen alles auf, sind wissbegierig“, stellt Şahin in einem vereinseigenen Interview zufrieden fest.

„Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass ich sehen will, dass wir sieben Tage gearbeitet haben und die Jungs haben das wirklich gut gemacht“, zieht der 35-Jährige ein erstes Fazit. Er habe „schon ein paar Prinzipien gesehen“, konstatiert Şahin, der zugesteht, dass „noch nicht alles perfekt sein wird“. Doch der BVB-Übungsleiter ist „durchaus positiv gestimmt“. Sein Resümee: „Mir hat es gut gefallen.“

„Den inneren Schweinehund überwinden“

Am 10. Juli startete der Bundesligafünfte mit der Leistungsdiagnostik im Trainingszentrum Hohenbuschei in die neue Saison. Gerade in der Vorbereitung sind die Beine der Spieler schwer. Partien, wie etwa in Aue, merke „man auch körperlich“, weiß Şahin aus eigener Erfahrung als Profi. „Wir hatten ein, zwei Pressingmomente, in denen sie den inneren Schweinehund überwinden mussten.“ Doch die Mannschaft habe es „wirklich gut gemacht“.

Vom 19. bis 25. Juli begibt sich der BVB-Tross auf Asien-Tour. „Es ist unsere Pflicht, dass wir Borussia Dortmund auch im Ausland vertreten“, betont Şahin. Den Jetlag habe er in sein Konzept bereits „eingeplant“. Der Chef-Trainer weiter: „So eine Reise geht auch in die Knochen, aber es ist wichtig, dass wir uns auch dort zeigen.“ Der 35-Jährige ist überzeugt: „Wir haben zwei gute Spiele, gute Trainingsplätze, gute Hotels.“

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