„Bissig, zweikampfstark und griffig“: Kovac lobt vor Union-Spiel Neuzugang Anselmino

Waldemar Anton (29) ist der „Last Man Standing“. Nico Schlotterbeck (25) und Niklas Süle (29) sind bei weitem noch nicht fit. Youngster Filippo Mane (20) handelte sich auf St. Pauli (3:3) bei seinem Bundesligadebüt eine Rote Karte ein. Die Abwehrzentrale von Borussia Dortmund geht personell am Stock – und am Sonntag (31. August, 17.30 Uhr) kommt der 1. FC Union Berlin in den Signal Iduna Park.
Auch Aushilfs-Innenverteidiger Emre Can (31) fehlt weiterhin aufgrund von Adduktorenbeschwerden. Doch Niko Kovač (53) hat auch eine gute Nachricht zu verkünden. „Julian Ryerson war heute wieder im Training“, sagt der BVB-Trainer am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Union-Spiel. In Hamburg hatte der 27 Jahre alte Norweger nach einem Schlag auf die Wade passen müssen. Doch gegen die Eisernen sei er „eine Alternative“, freut sich der Fußballlehrer.
Dank der Neuzugänge der vergangenen Tage verfügt Kovač wieder über größere personelle Möglichkeiten. Chelsea-Leihgabe Carney Chukwuemeka (21) haben die Schwarz-Gelben fest verpflichtet. Ebenfalls von den Blues kam Abwehrmann Aarón Anselmino (20) zu den Westfalen. „Wir sind froh, dass wir Carney wieder in Dortmund haben. Er ist im Grunde kein Neuzugang“, meint Kovač. Anselmino, der auf Leihbasis bis Sommer 2026 bei der Borussia bleibt, verfüge über „großes Potenzial“. Das habe man „schon im Training gesehen“. Der Chef-Coach ist überzeugt, dass der Argentinier dem BVB „direkt helfen“ werde. „Er ist bissig, zweikampfstark und griffig“, lobt er den Youngster.
Freude über Vertragsverlängerung
In der vergangenen Saison feierte Dortmund ein 6:0-Schützenfest gegen die Berliner. Serhou Guirassy netzte gleich viermal ein. Doch Kovač wiegelt ab: „Das 6:0 gegen Union vor ein paar Monaten kann man nicht als Maßstab nehmen.“ Die Köpenicker, mit einem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart in die Saison gestartet, hätten ihren „Spielstil taktisch verändert“. Der 53-Jährige ist überzeugt: „Sie werden sehr physisch auftreten – da müssen wir gegenhalten.“
Am vergangenen Dienstag gab der Bundesligist offiziell bekannt, dass Kovač einen Vertrag bis 2027 unterschrieben habe. „Der Klub hat klar ausgedrückt, dass er mit uns verlängern möchte“, berichtet der gebürtige Berliner. „Beide Seiten zeigen großes Vertrauen. Wir wollen erfolgreich arbeiten und wir freuen uns als Trainerteam, den Weg weiter gehen zu dürfen.“