Eiskalter BVB serviert Union ab

Borussia Dortmund zeigt sich nach der Niederlage in der Champions League gut erholt. Beim 1. FC Union Berlin gewann der BVB nach einem höchst effizienten Auftritt mit 3:0 (1:0). Can sorgte nach acht Minuten per Foulelfmeter für die Führung. Schlotterbeck (53.) und Beier (84.) legten nach der Pause nach.

Auf vier Positionen änderte BVB-Trainer Kovač nach dem 0:2 gegen Tottenham seine Startelf. Can, Ryerson, Beier und Fábio Silva begannen für Bensebaini, Yan Couto, Brandt und Adeyemi (alle Bank).

Die erste Chance der Partie gehörte den Gastgebern. Juranović flankte in der sechsten Minute einen Freistoß auf Ilić, der mit seinem Kopfball aber an Kobel scheiterte. Fast im Gegenzug foulte Union-Schlussmann Rönnow Guirassy. Klare Entscheidung: Strafstoß. Can trat an und versenkte die Kugel aus elf Metern sicher links unten zum 1:0 für die Schwarz-Gelben. Der Kapitän der Dortmunder erhielt sich mit seinem Treffer seine Weiße Weste in der Bundesliga vom Punkt: zwölf Elfmeter – zwölf Tore.

Emre Can
Foto: Getty Images

Während Ballbesitz und Zweikampfbilanz nahezu ausgeglichen waren, zeigte sich die Borussia gefährlicher. Fábio Silva hätte auf 2:0 erhöhen können, verzog die Kugel aber knapp am linken Pfosten vorbei (19.).

Die Berliner verzagten nicht, kamen aber nur schwerlich in die Nähe des Dortmunder Tores. Nach 28 Minuten versuchte sich Diogo Leite per Kopf nach einem Eckstoß, fand aber Kobel auf dem Posten.

Die Köpenicker blieben beharrlich, während sich der BVB kaum noch aus der eigenen Spielhälfte traute. Zudem passten die Gäste nicht genau genug. Zu oft landete der Ball im Nichts oder gleich beim Gegner.

Erst in der Nachspielzeit feuerte Fábio Silva auf das Union-Tor. Doch der Kopf von Ilić war im Weg (45.+1).

Beier setzt den Schlusspunkt

Auch nach Wiederbeginn prägten viele Zweikämpfe die Begegnung. Die Eisernen mit mehr Ballbesitz, die Borussia mit den Torchancen. Rönnow lenkte Bellinghams Schuss aus der zweiten Reihe gerade noch ins Toraus (53.). Den folgenden Eckstoß nutzte Schlotterbeck mit einem perfekt getimten Kopfball zum 2:0 für sein Team. Rönnow war zwar noch mit dem Händen am Ball, lenkte ihn aber nur in die eigenen Maschen (53.). Die Berliner monierten ein Foul von Guirassy an Ansah. Das Schiedsrichterteam griff aber nicht ein.

Das Spiel blieb hitzig. Kovač holte den bereits mit Gelb verwarnten Can nach 69 Minuten vom Platz und brachte Anselmino, der damit 2026 zu seinem ersten Einsatz kam.

Wenn der BVB in die Nähe des gegnerischeren Tores kam, wurde es fast immer gefährlich. Nach Zuspiel von Chukwuemeka scheiterte Beier aus spitzem Winkel (80.). Genauer zielte der Stürmer dagegen vier Minuten später, als er sich einen Pass von Bellingham perfekt vorlegte und flach ins lange Ecke zum 3:0-Endstand einschob.

Fazit: Nach dem frühen Treffer konzentrierte sich der BVB vor allem auf das Verteidigen. Die Berliner waren optisch überlegen, erspielten sich aber kaum eine Torchance gegen die gut gestaffelte Dortmunder Abwehr. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Schwarz-Gelben eiskalt und nutzten erneut eine Standardsituation zum 2:0. Mit ihrem fünften Schuss auf den gegnerischen Kasten erhöhten die höchst effizienten Gäste sogar noch auf 3:0 und festigen damit ihre Position als erster Verfolger des FC Bayern.

BVB: Kobel – Anton, Can (69. Anselmino), Schlotterbeck – Ryerson (90.+2 Mane), Nmecha (90.+3 Özcan), Bellingham, Svensson – Fábio Silva (79. Chukwuemeka), Beier – Guirassy

FCU: Ronnow – Doekhi, Querfeld, Leite (76. Burke) – Haberer (86. Trimmel), Khedira, Kemlein (76. Schäfer), Juranović (66. Nsoki) – Jeong – Ilić, Ansah (66. Burcu)

Tore: 0:1 Can (8., Foulelfmeter), 0:2 Schlotterbeck (53.), 0:3 Beier (84.)

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