Ganz spät raffte sich Borussia Dortmund zu zwei Toren in Stuttgart auf und bezwang den VfB mit 2:0. Aus diesen erneut mindestens zwei Toren resultiert die Einstellung eines Vereinsrekords, während Gregor Kobel mit seiner weißen Weste von null Gegentoren einen Bundesliga-Bestwert ausbaut.
In nunmehr dreizehn Spielen in Folge erzielte der BVB in diesem Kalenderjahr in der Bundesliga immer mindestens zwei Tore. Damit stellt man eine neue Rekordmarke in der Bundesliga auf, überbietet den selbst bereits 1965 aufgestellten Rekord um ein Spiel, den man sich seit 2014 mit dem FC Bayern München teilte.
Bezogen auf die gesamte Serie, nicht allein im Kalenderjahr, steht man durch das 2:0 über Borussia Mönchengladbach zu Beginn der Serie im Dezember 2025 bei sogar vierzehn Partien in der Bundesliga in Folge mit mindestens zwei eigenen Toren. Damit stellt man den Vereinsrekord von 1995 ein, den man am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen ausbauen kann.
Entscheidend dafür, dass die beiden späten Tore überhaupt zum Sieg reichten, war nicht zuletzt die Leistung von Gregor Kobel. Er parierte alle drei Schüsse der Stuttgarter, die sein Tor nicht verfehlten und hielt so die Null bis zu jener vierten Minute der Nachspielzeit, in der Karim Adeyemi die Führung gelang.
Damit kommt Gregor Kobel nun auf dreizehn Partien ohne Gegentor in dieser Saison, was Bundesliga-Bestwert eines Keepers bedeutet.

BVB-Keeper Kobel am häufigsten zu Null
Weitere interessante Zahl vom Spiel VfB Stuttgart – Borussia Dortmund ist jene, dass man nach nun 28 Spieltagen erst bei zwei Niederlagen steht. So gut war man zu diesem Zeitpunkt der Saison überhaupt erst einmal und das ist lange her. In der Saison 1965/66 war der BVB genauso schwer zu bezwingen wie die aktuelle Mannschaft von Trainer Niko Kovac.
Dazu war dieser Sieg in der MHP-Arena der 17. Auswärtssieg beim VfB Stuttgart seit es die Bundesliga gibt. Somit hat der BVB bei keinem anderen Club mehr Bundesligaspiele für sich entschieden als bei den Schwaben. Was vielleicht ein wenig überrascht, weil dieser Sieg der erste in Stuttgart seit dreieinhalb Jahren war, in denen man drei Niederlagen kassierte und lediglich ein Remis erreichte.
Einen Jubilar gab es in dieser Partie auch: Für Carney Chukwuemeka war es das 50. Spiel für den BVB, seit er 2025 vom FC Chelsea zu den Westfalen stieß.

