Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Nico Schlotterbeck verlängert – doch eine brisante Ausstiegsklausel sorgt für Diskussionen. Nur drei Topklubs können beim BVB-Star zuschlagen, und die Frist läuft früher ab als gedacht.
Die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund ist unter Dach und Fach – doch sie hat ihren Preis. Um den Deal nach zähen und langwierigen Verhandlungen zu finalisieren, musste der BVB dem Innenverteidiger eine Ausstiegsklausel zugestehen, die bereits in diesem Sommer greift und für reichlich Wirbel sorgt.
Wie die Sport Bild berichtet, ist diese Klausel allerdings klar eingegrenzt: Nur drei internationale Topklubs können sie überhaupt aktivieren. Sicher dazugehören Real Madrid und der FC Liverpool, während der dritte Verein bislang nicht öffentlich bekannt ist. Dabei könnte es sich möglicherweise um den FC Barcelona handeln, bestätigt ist das jedoch nicht. Fest steht hingegen: Ein Wechsel zum FC Bayern München ist über diese Klausel ausgeschlossen.
Auch die zeitliche Komponente ist bemerkenswert. Die Exit-Option gilt laut Sport Bild nicht den gesamten Transfersommer über, sondern läuft bereits Mitte Juli ab – konkret wohl rund um das Finale der diesjährigen Weltmeisterschaft am 19. Juli. Damit müssten interessierte Klubs früh Nägel mit Köpfen machen.
Möglicher Schlotterbeck-Abgang? BVB plant mit klarem Zeitfenster
Für Dortmund ergibt sich daraus ein entscheidender Vorteil: Im Falle eines Abgangs bliebe noch ein Zeitfenster von mehreren Wochen bis zum Bundesliga-Start Ende August, um gezielt nach Ersatz zu suchen. Die festgeschriebene Ablösesumme liegt laut dem Bericht bei 50 bis 60 Millionen Euro. Eine Summe, die dem BVB zumindest finanziellen Spielraum verschaffen würde, um auf einen möglichen Verlust zu reagieren.

Dennoch sorgt die Klausel für Unruhe im Umfeld. Dass Schlotterbeck auf eine sofort gültige Ausstiegsmöglichkeit bestanden hat, kam bei vielen Fans nicht gut an – zuletzt wurde der Verteidiger sogar im Stadion ausgepfiffen. Gleichzeitig zeigt die Einigung aber auch: Ohne diese Hintertür wäre eine Verlängerung mit dem 26-Jährigen wohl kaum zustande gekommen.
Für Schlotterbeck selbst könnte der Sommer nun zur großen Bühne werden. Gerade im Umfeld der Weltmeisterschaft bietet sich ihm die Chance, sich für einen Wechsel zu empfehlen. Ob einer der drei berechtigten Klubs tatsächlich zugreift, bleibt allerdings offen – und damit auch, ob die Klausel überhaupt aktiviert wird.

