BVB-Transferplan enthüllt: Warum Dortmund auf einer Position nicht mehr sucht

Borussia Dortmund hat seine Transferstrategie für den Sommer konkretisiert. Überraschend: Auf einer bestimmten Position verzichtet der BVB derzeit offenbar auf weitere Transfers.

Borussia Dortmund arbeitet weiter am Kader für die kommende Saison. Während sich zahlreiche Spieler bei der Weltmeisterschaft präsentieren, laufen im Hintergrund die Planungen für weitere Transfers. Dabei zeichnet sich laut Informationen des kicker eine überraschende Entwicklung ab: Auf einer Position, die lange als potenzielle Baustelle galt, sucht der BVB derzeit offenbar nicht mehr nach Verstärkungen.

Wie das Fachmagazin berichtet, stehen den Dortmundern trotz des frühen Ausscheidens in der Champions League noch rund 30 Millionen Euro netto für neue Spieler zur Verfügung. Das Budget ist zwar begrenzt, dennoch wollen die Verantwortlichen um Sportdirektor Ole Book den Kader gezielt ergänzen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf dem zentralen Mittelfeld.

Besonders der bevorstehende Abschied von Julian Brandt hinterlässt eine Lücke. Der Offensivspieler verlässt den Verein nach Ablauf seines Vertrags Ende Juni. Deshalb suchen die Schwarz-Gelben laut kicker nach einem neuen Kreativspieler, der bevorzugt auf der Achterposition eingesetzt werden kann. Zudem könnte auch die Doppel-Sechs noch durch einen jungen und entwicklungsfähigen Akteur verstärkt werden.

Kovac-System verändert die Transferpläne des BVB

Überraschend ist hingegen, dass die offensiven Außenbahnen aktuell keine Priorität besitzen. In den vergangenen Monaten waren immer wieder Flügelspieler mit dem BVB in Verbindung gebracht worden. Sogar eine mögliche Rückkehr von Jadon Sancho wurde öffentlich zwischenzeitlich diskutiert. Nach den jüngsten Informationen des kicker spielen entsprechende Überlegungen derzeit jedoch keine entscheidende Rolle.

Niko Kovac
Foto: IMAGO

Ein Grund dafür dürfte die Spielidee von Trainer Niko Kovac sein. In seinem bevorzugten System mit Dreierkette und offensiven Schienenspielern sind klassische Flügelstürmer weniger gefragt. Stattdessen soll die Kreativität künftig stärker aus dem Zentrum kommen. Weitere Transfers könnten allerdings von möglichen Verkäufen abhängen. Karim Adeyemi und Serhou Guirassy gelten weiterhin als Kandidaten für einen Wechsel. Auch bei Nico Schlotterbeck dürfte der BVB die Situation genau beobachten.

Zusätzliche Einnahmen würden den finanziellen Spielraum deutlich vergrößern. Fest steht: Der BVB setzt in diesem Sommer auf gezielte Verstärkungen statt auf einen großen Umbruch. Dabei konzentrieren sich die Verantwortlichen vor allem auf das Zentrum – und nicht auf die offensiven Außenbahnen.

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