Spielt Süle nie wieder für den BVB? Erstes Update nach Verletzung

Borussia Dortmund bangt nach einer bitteren Szene um Niklas Süle. Der Innenverteidiger könnte nach Verletzung und Handelfmeter sein letztes Spiel für den BVB bereits absolviert haben.

Der Abend in Sinsheim könnte für Niklas Süle mehr als nur eine bittere Niederlage gewesen sein. Bei der 1:2-Pleite von Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim verletzte sich der Innenverteidiger ohne gegnerische Einwirkung am Knie – und verursachte in derselben Szene auch noch einen folgenschweren Elfmeter.

Kurz vor der Pause rutschte Süle im eigenen Strafraum weg und ging zu Boden. Während er noch behandelt wurde, rückte eine zweite Szene in den Fokus: Im Fallen bekam er einen Schuss von Andrej Kramaric an den Arm. Nach VAR-Überprüfung entschied Schiedsrichter Daniel Siebert auf Strafstoß. Kramaric verwandelte sicher zur Führung für die Gastgeber.

Die Situation sorgte auch bei Experten für Diskussionen. TV-Experte Tobias Schweinsteiger ordnete die Szene bei DAZN klar ein: „Das ist äußerst unglücklich in der Entstehung, aber Schiedsrichter muss es pfeifen. Es geht nicht darum, ob ein Spieler ausrutscht und sich wehtut, sondern um die Handspielbewertung.“

Nach Süle-Verletzung: BVB-Trainer Kovac gibt Update

Für Süle selbst war der Abend damit vorzeitig beendet. Unter Schmerzen musste er ausgewechselt werden, für ihn kam Ramy Bensebaini ins Spiel. Besonders bitter: Es war sein erster Startelfeinsatz seit Februar – und möglicherweise sogar der letzte im BVB-Trikot. Die Sorgen um die Schwere der Verletzung sind groß. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sagte nach Abpfiff: „Es besteht schon der Verdacht auf eine schwere Verletzung. Er sitzt mit einer Bandage am Knie in der Kabine. Jetzt müssen wir die weiteren Untersuchungen abwarten.“

Niklas Süle
Foto: IMAGO

Denn die Zukunft des 30-Jährigen ist ohnehin ungewiss. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, ein Abschied gilt als wahrscheinlich. Die Szene in Hoffenheim könnte somit zum tragischen Schlusspunkt seiner Dortmunder Zeit werden. Trainer Niko Kovac versuchte nach Abpfiff zumindest etwas Optimismus zu verbreiten: „Er kann wieder auftreten, was schonmal ein gutes Zeichen ist. Wir werden die nächsten Tage untersuchen. Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist.“

Ob Süle tatsächlich noch einmal für Dortmund auf dem Platz stehen wird, bleibt offen. Sicher ist nur: Dieser Moment in Sinsheim fasst seine Zeit beim BVB auf schmerzhafte Weise zusammen – sportlich wie persönlich.

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