Stimmen zum 0:1 in Mönchengladbach: „Wir wissen, dass wir es besser können“

Durch einen späten Gegentreffer von Haris Tabakovic in der 89. Minute hat Borussia Dortmund am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach mit 0:1 verloren und es verpasst, vorzeitig die Vize-Meisterschaft perfekt zu machen. Die Niederlage und noch mehr das Auftreten im Borussia-Park waren eine Enttäuschung, wie Spieler und Verantwortliche anschließend auf der Vereinshoempage unisono einräumten.

„Wir haben letzte Woche eine sehr gute Leistung gebracht und hatten große Hoffnung, dass wir daran anknüpfen können. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir haben sehr, sehr wenige offensive Momente erzeugt und uns den Schneid abkaufen lassen. Gladbach hat uns aggressiv Mann gegen Mann angelaufen, und da hatten wir unsere Probleme“, konstatierte Sportdirektor Ole Book, der gleichzeitig eine Reaktion in der Partie am Freitag gegen Eintracht Frankfurt forderte: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nächste Woche im Heimspiel ein anderes Gesicht zeigen werden – wie es die Mannschaft sehr, sehr oft zu Hause gemacht hat.“

Niko Kovac sah ebenfalls die Einstellung und den Willen auf Gladbacher Seite als entscheidend an: „Die Gladbacher haben auf dem ganzen Platz scharf und intensiv eins gegen eins verteidigt, uns bearbeitet bei jedem Ballkontakt. Das war ein ganz wichtiger Faktor. In so einem Spiel musst du körperlich erst mal gegenhalten. Wir wissen, dass wir es besser können“, so der BVB-Coach, der kein Geheimnis daraus machte, dass das Ergebnis in Ordnung ging: „Man hat gesehen, dass es bei denen um sehr viel ging und bei uns anscheinend nicht so. Es war heute keine gute Leistung, und dementsprechend haben wir auch verloren.“

Kobel ärgert sich über das Gegentor

„Die Gladbacher waren intensiver und haben sich einfach mehr verdient, heute zu gewinnen“, ließ auch Waldemar Anton keinen Zweifel daran, dass unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis stand, während sich Gregor Kobel mächtig über den späten Gegentreffer ärgerte.

Gregor Kobel
Foto: IMAGO

„Wenn wir schon so einen Tag haben, wo es nicht so läuft, wo wir oftmals ein bisschen Glück hatten bei den Abschlüssen von Gladbach, dann müssen wir das 0:0 mitnehmen – und fertig. Das haben wir in dieser Saison mehr als genug gemacht. Es ist schade, es ist ärgerlich, dass wir es nicht hingekriegt haben“, haderte der Schlussmann und machte deutlich, dass sich eine Leistung wie in Mönchengladbach im Endspurt nicht mehr wiederholen sollte: „Jeder Einzelne weiß, dass er eine gewisse Verpflichtung dem Logo und dem Verein gegenüber hat. Jeder hat einen Vertrag für 34 Spiele unterschrieben. Von daher gilt es, die letzten beiden auch noch zu machen.“

THemen
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