Nach nur wenigen Monaten steht Sven Mislintat bei Fortuna Düsseldorf offenbar schon wieder vor dem Aus. Interne Spannungen sollen nach dem Abstieg in die 3. Liga zur Trennung vom ehemaligen BVB-Boss geführt haben.
Sven Mislintat steht offenbar erneut vor dem Aus bei einem Klub. Nach übereinstimmenden Medienberichten von Sky und BILD wird sich Fortuna Düsseldorf bereits nach wenigen Monaten wieder von seinem Sportvorstand trennen. Der 53-Jährige hatte den Posten erst im Dezember 2025 übernommen und sollte den Traditionsverein eigentlich zurück in ruhigere Fahrwasser führen. Stattdessen folgte der bittere Abstieg in die 3. Liga.
Die Entscheidung soll nach einer Sitzung des Aufsichtsrats gefallen sein. Demnach habe man sich auf eine einvernehmliche Trennung verständigt. Gründe dafür seien offenbar vor allem interne Spannungen und Unzufriedenheit innerhalb der Vereinsführung gewesen.
Besonders brisant: Noch vor wenigen Tagen hatte Mislintat betont, trotz des Abstiegs weitermachen zu wollen. „Ich bin nicht derjenige, der beim Abstieg abhaut – im Gegenteil, dann bin ich erst recht da“, sagte er in einer Medienrunde. Außerdem erklärte er: „Ich bin Teil dieses halben Jahres und gehöre komplett mit in die Analyse rein.“
Mislintat und Kehl: Die Probleme beim BVB wirkten nach
Laut den Berichten soll allerdings vor allem das Verhältnis zu anderen Verantwortlichen belastet gewesen sein. Demnach habe es nach dem Absturz in die Drittklassigkeit vereinsintern Beschwerden über den Sportvorstand gegeben. Sportliche Gründe allein sollen für die Entscheidung dagegen nicht ausschlaggebend gewesen sein.

Für Mislintat wäre es die nächste Station mit kurzer Halbwertszeit. Der frühere Chefscout von Borussia Dortmund machte sich einst mit erfolgreichen Transfers beim BVB einen Namen und arbeitete später unter anderem beim FC Arsenal, VfB Stuttgart und Ajax Amsterdam in führenden Rollen. Erst Anfang 2025 endete auch seine Rückkehr nach Dortmund vorzeitig. Damals war es nach internen Differenzen, insbesondere mit Sportdirektor Sebastian Kehl, zur Trennung gekommen.
Rückblickend sagte Mislintat gegenüber dem kicker dazu: „Die Zusammenarbeit hat nicht so funktioniert, wie wir uns alle das gewünscht hätten.“ Einen möglichen Nachfolger soll Fortuna bereits im Blick haben. Dem Vernehmen nach steht Samir Arabi bereit, der schon im vergangenen Winter als Kandidat gehandelt wurde. Der 47-Jährige war zuvor lange bei Arminia Bielefeld tätig und führte den Klub einst aus der 3. Liga bis in die Bundesliga.

