Nach seiner starken Saison bei Borussia Dortmund hat Julian Ryerson auch für Norwegen erneut seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Beim 3:1-Sieg gegen Schweden glänzte der Rechtsverteidiger mit zwei Vorlagen und sorgte zudem für eine kuriose Szene mit einem BVB-Kollegen.
Julian Ryerson hat seine starke Form von Borussia Dortmund nahtlos in die Nationalmannschaft übertragen. Beim 3:1-Erfolg Norwegens gegen Schweden war der umworbene BVB-Profi mit zwei Vorlagen einer der entscheidenden Akteure auf dem Platz.
Bereits nach acht Minuten leitete Ryerson die Führung ein. Seine scharfe Hereingabe von der rechten Seite musste Jørgen Strand Larsen nur noch entscheidend abfälschen. Auch beim dritten norwegischen Treffer zeigte der Rechtsverteidiger seine Qualitäten: Eine präzise Ecke von Ryerson verwertete erneut Strand Larsen per Kopf zum zwischenzeitlichen 3:0. Das zweite Tor für die Gastgeber hatte zuvor Antonio Nusa erzielt.
Besonders bemerkenswert: Norwegen trat ohne seine beiden größten Stars an. Sowohl Erling Haaland als auch Kapitän Martin Ödegaard wurden nach den anstrengenden Monaten bei ihren Vereinen geschont. Dennoch kontrollierte das Team von Trainer Stale Solbakken die Partie über weite Strecken und ließ den Nachbarn aus Schweden kaum zur Entfaltung kommen. Erst in der Schlussphase gelang Alexander Isak der Ehrentreffer zum 1:3.
BVB-Star Ryerson bestätigt seine starke Form
Ryerson knüpfte damit an seine herausragende Saison in Dortmund an. Wettbewerbsübergreifend sammelte der 28-Jährige 18 Assists, davon 15 in der Bundesliga. Damit gehörte er zu den besten Vorlagengebern der Liga und machte insbesondere mit seinen Standardsituationen auf sich aufmerksam.

Für Aufsehen sorgte im Spiel zudem eine kuriose Szene mit Ryerson und seinem Dortmunder Teamkollegen Daniel Svensson. Der Schwede ließ sich bei einem Einwurf zu viel Zeit, woraufhin der Schiedsrichter nach Ablauf eines Fünf-Sekunden-Countdowns auf Ballbesitz für Norwegen entschied. Ryerson schnappte sich daraufhin den Ball und führte den Einwurf selbst aus. Hintergrund ist eine neue Regel, mit der Zeitspiel bei ruhenden Bällen konsequenter bestraft werden soll.
Norwegen reist mit viel Selbstvertrauen zur Weltmeisterschaft. Die Skandinavier hatten bereits in der Qualifikation überzeugt und sich als Gruppensieger vor Italien das WM-Ticket gesichert. Sollte Ryerson seine aktuelle Form konservieren, könnte der Dortmunder auch auf der großen Bühne zu einem wichtigen Faktor für die Norweger werden.

