Nur noch knapp vier Wochen. Dann zählt Salih Özcan zu den Profis ohne Verein. Doch der 28 Jahre alte Mittelfeldabräumer von Borussia Dortmund dürfte nicht allzu lange ohne Arbeitgeber bleiben. Nun macht ein türkischer Top-Klub Ernst.
In diesem Jahr startet die Türkei erstmals seit 2002 bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Bei den Titelkämpfen in Japan und Südkorea stürmte das Team um Hakan Sükür, Emre Belözoglu und Hasan Sas bis auf Platz drei. Seitdem scheiterten die „Mond-Sterne“ stets in der Qualifikation.
In diesem Jahr ist die Türkei aber wieder am Start. In der Vorrunde sind Co-Gastgeber USA, Australien und Paraguay die Gegner. Der Einzug in die K.-o.-Phase scheint nahezu sicher. Zumal die Milli Takim mit Top-Stars wie Arda Güler (21/Real Madrid), Hakan Calhanoglu (32/Inter Mailand) und Kenan Yildiz (21/Juventus Turin) aufwarten kann.
Ebenfalls Teil des Kaders ist BVB-Profi Özcan, der schon bei der Europameisterschaft 2024 Turniererfahrung sammeln durfte. 29 Länderspiele stehen für den Noch-Dortmunder, dessen Vertrag am 30. Juni 2026 ausläuft, zu Buche. Nicht ausgeschlossen, dass er während der anstehenden WM den Verein wechselt. Interessenten soll es bereits einige geben. Sein Ex-Verein 1. FC Köln wird genannt, aber auch die Namen der drei Istanbuler Groß-Klubs tauchen immer wieder in der Gerüchteküche auf.
„Sprich mit niemandem“
Laut der türkischen Sportzeitung Fanatik erhöht Besiktas nun die Schlagzahl. „Wir kaufen dich, sprich mit niemandem“, habe die Vereinsführung Özcan signalisiert, heißt es demnach in dem Bericht.
Ein Vorteil des gebürtigen Kölners ist seine doppelte Staatsbürgerschaft. 2021 gewann er noch im Trikot des Deutschen Fußball-Bundes die U21-Europameisterscjaft. Im Folgejahr lief Özcan bereits für die A-Nationalelf der Türkei auf.

Da in der türkischen Süper Lig die strenge 10+4-Ausländerregelung gilt, liegt der Fokus des Managements von Besiktas vor allem darauf, die Qualität an einheimischen Spielern im Team massiv zu erhöhen. Vereine dürfen maximal 14 ausländische Spieler im Kader registrieren. Unter diesen 14 Ausländern müssen sich mindestens vier U23-Spieler befinden. WM-Teilnehmer Özcan wäre von dieser Regelung nicht betroffen.
