Mehr Teams, mehr Spieler, mehr Umsatz: Die XXL-WM 2026 mit 48 Ländern beschert der FIFA historische Erlöse. Das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA sorgt allerdings auch auf der Ausgabenseite für Rekorde. Da so viele Profis wie nie zuvor im Einsatz sind, steigen die Abstellungsgebühren, die der Weltverband an die Vereine ausschütten muss, auf ein neues Maximum. Auch Borussia Dortmund profitiert.
Klubs, die ihre Profis für die Weltmeisterschaft abstellen, erhalten über das „Club Benefits Programm“ der FIFA eine finanzielle Entschädigung. Der im Jahr 2010 ins Leben gerufene Fonds stellt sicher, dass die Vereine direkt an den Turniergewinnen des Weltverbandes beteiligt werden.
Seit dem 1. Juni 2026 erhalten Klubs täglich eine Summe von 11.000 US-Dollar (rund 9.500 Euro) für jeden abgestellten Spieler. Je länger ein WM-Teilnehmer im Turnier vertreten ist, desto mehr Geld fließt in die Kasse seines Heimatvereins.
Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) berechnete nun die Einnahmen der einzelnen Klubs. Größter Profiteur in der Bundesliga ist einem Bericht der Sportbild zufolge der FC Bayern München, der allein in der Gruppenphase 4,04 Millionen Euro kassiert. Weltweit liegt mit Manchester City (4,64 Mio.) nur ein Verein vor dem deutschen Rekordmeister. Den dritten Rang belegt Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain mit Einnahmen von rund 3,58 Millionen Euro.
Köln und Heidenheim mit leeren Händen
Insgesamt elf Profis von Borussia Dortmund reisen zur Weltmeisterschaft 2026. Für Deutschland stehen Waldemar Anton (29), Maximilian Beier (23), Nico Schlotterbeck (26) und Felix Nmecha (25) auf dem Platz. Marcel Sabitzer (32) und Carney Chukwuemeka (22) vertreten die österreichischen Farben, Gregor Kobel (28) hütet das Tor der Schweiz. Ramy Bensebaini (31/Algerien), Julian Ryerson (28/Norwegen), Daniel Svensson (24/Schweden) sowie der Noch-BVB-Profi Salih Özcan (28/Türkei) komplettieren das schwarzgelbe WM-Aufgebot.

Das zahlt sich auch finanziell aus. Der BVB liegt mit gut 2,72 Millionen Euro deutschlandweit auf Rang zwei. Es folgen Bayer Leverkusen (2,27 Mio.), Eintracht Frankfurt (2,03 Mio.) und die TSG Hoffenheim (1,85 Mio.). Die Beträge können jedoch noch ansteigen, sollten die Spieler die K.-o.-Phase der WM erreichen.
Komplett leer gehen in Deutschland hingegen der 1. FC Köln und der 1. FC Heidenheim aus. Da beide Vereine keinen einzigen Profi für das Turnier abstellen, erhalten sie auch keine Entschädigungszahlungen aus dem FIFA-Fonds.
