Nach vier enttäuschenden Jahren endet das Kapitel von Jadon Sancho bei Manchester United endgültig. Der ablösefreie Abschied des Ex-BVB-Stars könnte die Spekulationen um eine Rückkehr nach Dortmund neu entfachen.
Jetzt ist die Entscheidung offiziell: Jadon Sancho wird Manchester United nach Ablauf seines Vertrages verlassen. Die Red Devils bestätigten am Mittwoch den Abschied des ehemaligen BVB-Stars und verzichten darauf, eine vorhandene Verlängerungsoption zu aktivieren. Damit ist der 26-Jährige im Sommer ablösefrei auf dem Markt – und die Diskussionen um eine mögliche Rückkehr zu Borussia Dortmund dürften erneut Fahrt aufnehmen.
Als Manchester United im Sommer 2021 rund 85 Millionen Euro für Sancho überwies, sollte der Flügelspieler zu einem der Gesichter der Zukunft werden. Die hohen Erwartungen konnte der Engländer allerdings nie erfüllen. In vier Jahren kam er lediglich auf 83 Pflichtspieleinsätze, in denen ihm zwölf Tore gelangen. Mehrere Leihstationen und sportliche Rückschläge prägten seine Zeit in Manchester.
In einer Mitteilung zum Saisonende verabschiedete der Klub Sancho gemeinsam mit weiteren Profis. Darin heißt es: „Alle im Verein möchten Casemiro, Tyrell und Jadon für ihren Beitrag zu Manchester United danken und ihnen alles Gute für die Zukunft wünschen.“
Sancho-Rückkehr zum BVB aktuell kein heißes Thema
Auch der BVB wird die Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Konkrete Signale aus Dortmund gab es bislang allerdings nicht. Sportdirektor Ole Book äußerte sich Ende April zurückhaltend zu den Gerüchten: „Wir wissen alle, dass Jadon Sancho ein guter, hochveranlagter Spieler ist, der hier in Dortmund einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat – mit seinen technischen Fähigkeiten und seiner Kreativität, aber über die Stände von Gesprächen können Sie mir leider nichts entlocken.“

Seit dieser Aussage ist es um das Thema etwas ruhiger geworden. Nach übereinstimmenden Berichten sollen beim BVB vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen kritisch gesehen werden. Insbesondere Sanchos Gehaltsvorstellungen gelten als großes Hindernis für eine Verpflichtung.
Dennoch könnte die neue Situation Bewegung in den Transferpoker bringen. Da Sancho nun ohne Ablöse verfügbar ist, dürften mehrere Vereine ihre Möglichkeiten prüfen. Ob Borussia Dortmund am Ende tatsächlich aktiv wird, bleibt abzuwarten. Aktuell scheinen die Verantwortlichen andere Personalien zu priorisieren. Sollte Sancho jedoch gegen Ende der Transferperiode weiterhin vereinslos sein, könnte das Thema beim BVB erneut auf die Tagesordnung rücken.

