Nach bitterem Ausfall: Nagelsmanns deutliche Worte zum Schlotterbeck-Schock

Zwei Spiele, zwei Siege. Im deutschen Lager bestünde ausreichend Anlass für Freude über das Abschneiden bei der WM. Doch stattdessen herrscht aktuell großer Trübsinn. Nico Schlotterbeck (26) zog sich in der Partie gegen die Elfenbeinküste eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zu.

Damit ist das Turnier für Schlotterbeck gelaufen. Der Innenverteidiger des BVB benötige „noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten und später darüber zu sprechen“, wie er selbst auf Instagram verkündet. Ergänzend führt er dort aus: „Deshalb wird es von mir vorerst keine ausführlichen Worte dazu geben. Danke für euer Verständnis.“

In einer offiziellen Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) heißt es, dass der Verteidiger „mehrere Monate ausfallen“ werde. Dies hätten am Sonntag (21. Juni) Untersuchungen ergeben. Vorläufig werde Schlotterbeck aber in den USA bei der Mannschaft bleiben. Ein möglicher Wechsel zu Real Madrid scheint aufgrund der schwerwiegenden Blessur immer unwahrscheinlicher.

Bundestrainer Julian Nagelsmann reagiert ebenfalls auf die neue Situation. „Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau“, bedauert der 38-Jährige den Ausfall des Leistungsträgers. „Es hätte seine WM werden können“, ist der Chef-Coach überzeugt.

BVB-Verteidiger für BVB-Verteidiger?

Er schildert, wie das deutsche Team die Verletzung aufgenommen hat. „Wir haben gestern alle versucht, ihn aufzubauen“, berichtet Nagelsmann. Doch Schlotterbeck sei „ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt“. „Zum Glück“, fügt er hinzu. Darüber hinaus sei es „ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt“. Der Dortmunder habe schließlich „auch neben dem Platz Einfluss“.

Julian Nagelsmann
Foto: Getty Images

Die Rolle neben dem gesetzten Jonathan Tah (30) können der gegen die Elfenbeinküste für Schlotterbeck eingewechselte Antonio Rüdiger (33), Malick Thiaw (24) oder auch BVB-Kollege Waldemar Anton (29) einnehmen. Deutschland sei „weiterhin sehr gut aufgestellt für die WM“, zeigt sich Nagelsmann optimistisch.

Am Donnerstag (25. Juni, 22 Uhr MESZ) trifft die DFB-Auswahl im abschließenden Gruppenspiel auf Ecuador. Das Sechzehntelfinale bestreitet Deutschland am darauffolgenden Montag (29. Juni, 22:30 Uhr MESZ). Der Gegner steht noch nicht fest.

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